Review: T.I.M. (2023)

Eamon Farren als tim
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.5

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7/10 (2)

Darsteller: Georgina Campbell, Eamon Farren, Mark Rowley
Regie: Spencer Brown
Drehbuch: Spencer Brown, Sarah Govett
Länge: 101 min
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 15. Dezember 2023 (DVD+BD)
Verleih/ Vertrieb: LEONINE
FSK: ab 16

Die Angst, dass uns Maschinen eines Tages überrennen ist alles andere als neu.
Im Film sind uns amoklaufende Roboter etwa in WESTWORLD, ALIEN oder TERMINATOR wohlbekannt.
Im realen Leben versuchen Arbeitgeber seit Anbeginn der Industrialisierung Menschen durch Maschinen und Computer zu ersetzen, doch seit einiger Zeit wittert die Menschheit ein neues Ausmaß an Gefahr: KI, die künstliche Intelligenz, die nicht nur tumbe Vorgänge ausführen, sondern komplexe Prozesse austüfteln kann…und vielleicht ein Eigenleben entwickelt.

Wovon handelt T.I.M.?
Prothetikingenieurin Abi zieht mit ihrem Mann Paul aufs Land, um bei einer High Tech -Firma zu arbeiten, die eine künstliche Intelligenz namens T.I.M. herstellt.
Dafür wird Abi nicht nur ein schickes Haus, sondern auch ein Prototyp gestellt, der sich als nützlicher, wenn auch übereifriger Diener entpuppt. Vor allem scheint T.I.M. aber Gefühle für Abi zu entwickeln, bei denen Paul nur im Weg steht.

Auch Roboter brauchen Liebe

T.i.m. filmkritik

Man kann diesem Film vorwerfen, dass er jegliche Überraschung ausgespielt hat, sobald er den künstlichen Menschen enthüllt. Ähnlich wie bei Annabelle, wie sie das CONJURING-Universum zeigt, fragt man sich, wer sich diese K.I. kaufen würde, die schon optisch wirkt, wie der linkische Typ, der dich in der Schule  nie abschreiben ließ und mit einer Variation von Javier Bardems Frisur in NO COUNTRY FOR OLD MAN konzipiert wurde.

Aber ok, dass der Robo-Sklave noch nicht markttauglich ist, ist auch an anderer Stelle zu merken. An der motorischen Verfeinerung arbeitet Abi selbst, aber vor allem die Programmierung wirkt unausgereift.

In ALIENS versucht Android Bishop die aufgebrachte Ripley damit zu beruhigen, dass sein Modell Menschen nie schaden könnte, doch dieser Sicherheitsmechanismus scheint T.I.M. zu fehlen bzw. kann umgangen werden.

georgina campbell spielt die hauptrolle in t.i.m.

DASS T.I.M. also zur Gefahr wird, dürfte niemanden überraschen und bekommt nicht mal eine Spoilerwarnung. Die perfide Art und Weise, WIE er vorgeht, hat aber ihre Momente.

Außerdem ist dies trotz des (noch) futuristischen Themas, ein vergleichsweise bodenständiger Streifen, der weder T1000-Gestaltenwandler noch andere Effekte auffährt, sondern viel mehr wie jene Kuckucks-Filme der Marke ORPHAN, DIE HAND AN DER WIEGE oder WEIBLICH, LEDIG, JUNG, SUCHT… wirkt, bei denen ein neuer Mitbewohner eine gewöhnliche Familie durcheinanderwürfelt.

Dass Abi und Paul bereits ein paar Probleme mitbringen und er keine Arbeit, dafür aber anscheinend kürzlich eine Affäre hatte, birgt Konfliktpotential, das T.I.M. für sich ausnutzt. Nicht nur ist die Maschine in Hausarbeit geübt, was Paul neben ihm schlecht aussehen lässt, Abi entwickelt auch immer mehr zwischenmenschliches Vertrauen in den Androiden.

T.i.m. rezension

Die Frage ist: wann wird der erste T.I.M. ausgeliefert?

Das erinnert dann wieder ein Stück weit an die Szene in TERMINATOR 2 als Sarah Connor dem T-800 zusieht und ihn für seine Loyalität bewundert. Nur, dass sich ihr Bild von T.I.M. noch wandeln wird.
Halten wir fest, T.I.M. greift bekannte Elemente auf, präsentiert sie aber in neuem Gewand und das spricht für den Streifen.
Dem gegenüber steht trotz ein paar schönen Details die allgemeine Vorhersehbarkeit und die Tatsache, dass das Handeln der K.I. nicht erläutert wird, die teils umständlich agiert.
Sci-Fi-Nerds dürften enttäuscht sein, dass die technische Seite sowohl erzählerisch, als auch visuell zu kurz kommt.

Allerdings lässt sich aus dem recht intimen, effektfreien Setting eine Reihe von größeren Ängsten oder Parallelen ableiten.
Vertraut man künftig der Technik mehr als Menschen? Wird die Technik Menschen beruflich und privat ersetzen? Wird die Technik irgendwann „ihr eigenes Ding“ machen?

Fazit: So groß wie KI derzeit in den Medien ist, wird T.I.M. nicht der letzte Film seiner Art bleiben und wenn die Menschheit in 20 Jahren von Robotern unterjocht ist, wird man vermutlich zurückblicken und feststellen, dass dies vielleicht nicht der allerbeste Film zum Thema ist, aber noch vermutlicher auch nicht der schlechteste.

T.I.M. könnt ihr hier ansehen

 

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