Review: TOP OF THE LAKE – STAFFEL 1 (2013) (Serie)

Top Of The Lake - Cover
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 8.0

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Darsteller: Elisabeth Moss, David Wenham, Peter Mullan, Jacqueline Joe, Thomas M. Wright, Kip Chapman, Lucy Lawless, Robyn Malcolm, Holly Hunter
Regie: Jane Campion, Garth Davis
Drehbuch: Jane Campion, Gerard Lee
Länge: ca 60 Minuten
Land: , , ,
Genre: , ,
Veröffentlichung: 15.11.2013 (DVD und BluRay)
Verleih/ Vertrieb: Polyband Medien
FSK: ab 16

Die Landschaft Neuseelands werden vielen mit den DER HERR DER RINGE – Verfilmungen von Peter Jackson in Verbindung bringen. Diesmal sind sie jedoch der Schauplatz der spannenden Krimi-Serie TOP OF THE LAKE, die auch Kindesmissbrauch als Thema behandelt. Mit Elisabeth Moss (THE HANDMAIDS TALE) und David Wenham (passenderweise DER HERR DER RINGE) sind zwei recht bekannte Gesichter an der Produktion von Jane Campion beteiligt.

Top Of The Lake - Robin und Matt

Inhalt von TOP OF THE LAKE – STAFFEL 1

Die 12-jährige Tui ist schwanger und versucht sich in einem eiskalten See umzubringen. Zufällig ist die australische Polizistin Robin Griffin vor Ort, die sich schon häufig mit ähnlichen Fällen beschäftigt hat. Kurz nachdem sie in die Ermittlungen eingestiegen ist verschwindet Tui. Robin ermittelt weiter und stößt schnell auf dunkle Machenschaften in dem kleinen Städtchen.

Resümee zu TOP OF THE LAKE – STAFFEL 1

Die sechsteilige Miniserie beginnt damit, dass ein junges Mädchen immer tiefer in einen sehr kalt aussehenden See geht. Nur aus Zufall wird sie von einer Frau gehindert tatsächlich komplett reinzugehen. Die Antwort auf die Frage, weshalb sich eine 12-jährige umbringen möchte ist schnell da: sie ist im 4. Monat schwanger. Verständlicherweise wird die Polizei eingeschaltet und es beginnt die Suche nach der Person, die Tui in diese Situation gebracht hat. Sie selbst möchte sich zu dieser Frage nicht äußern.
Der Anfang von TOP OF THE LAKE ist spannend und emotional zugleich. Wenn Kinder schwanger werden schwingt immer auch der Verdacht auf Kindesmissbrauch mit, der sich hier bewahrheitet – wenn auch anders als zunächst vermutet. Wer auf diese Thematik sehr sensibel reagiert, sollte also lieber eine andere Serie einschalten.

Top Of The Lake - Tui

Die Handlung von TOP OF THE LAKE ist gut angelegt. Gleich zu Beginn wird man in die Geschichte gesogen und möchte die Auflösung wissen – die sich natürlich noch etwas hinzieht. Robin Griffin ist ein komplexer Charakter und es macht Spaß ihre verschiedenen Facetten und Beweggründe nach und nach kennenzulernen. Dass die Polizistin nicht nur Stärken, sondern auch Schwächen hat, macht sie sehr sympathisch und lebensnah.
Generell sind sämtliche Charaktere in TOP OF THE LAKE in sich stimmig und – sofern sie einen größeren Anteil an der Handlung haben – komplex. Die Miniserie lebt von ihrer bunten Mischung an Charakteren, die alle einen kleineren oder größeren Anteil an den Geschehnissen um Tui haben.

TOP OF THE LAKE ist eine in sich sehr stimmige Serie, die in großen Teilen die Spannung halten kann. Die Szenen in denen es um ein Camp von Frauen geht, die sich von ihrer Anführerin therapieren lassen wollen, sind die einzigen, die ein wenig fehl am Platz wirken. Diesen Handlungsstrang hätte man komplett weglassen können und die Geschichte um Tui wäre nicht deutlich anders gewesen. Anstatt des Frauencamps hätte noch mehr über die Hintergrundgeschichte von Robin erzählt werden können, die in ihrem Leben bereits mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte.

Top Of The Lake - Robin Griffin

Die Serie ist sehr hochwertig produziert. Die Schauplätze sehen alle authentisch aus und passen in die Atmosphäre von TOP OF THE LAKE. Handwerklich gesehen gibt es keinerlei Mängel, was bei einer Produktion wie dieser aber auch zu erwarten ist – immerhin hat die BBC ihre Hände mit im Spiel gehabt.

TOP OF THE LAKE ist eine Serie mit sensibler Thematik, die dazu einlädt die sechs Folgen mehr oder minder direkt hintereinander wegzuschauen. Am Ende bleiben einige Fragen offen, die womöglich in der zweiten Staffel beantwortet werden. Alles in allem ist hier eine sehr gute Serie entstanden, die nicht zu Unrecht die erste Miniserie war, die beim Sundance Festival gezeigt wurde.

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