Review: GREAT WHITE (2021)

great white review
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 4.0

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5/10 (1)

Darsteller: Katrina Bowden, Aaron Jakubenko, Kimie Tsukakoshi
Regie: Martin Wilson
Drehbuch: Michael Boughen
Länge: 91 min
Land: , ,
Genre: ,
Veröffentlichung: 03. Juni 2021
Verleih/ Vertrieb: EuroVideo
FSK: ab 16

Vermutlich werden Haie schneller aussterben als Hai-Filme. Gemeinsam haben beide, dass man den meisten nicht begegnen möchte.
Natürlich ist DER WEISSE HAI ein Klassiker (wenngleich er zum übermäßig schlechten Ruf der Haie beitrug) und natürlich ist ein neuerer Film wie THE SHALLOWS unterhaltsame Kost, wenn man vom lächerlichen Ende absieht. Man muss auch gar nicht so weit gehen, SHARKNADO und Konsorten als Negativ-Beispiele anzuführen, es finden sich trotzdem viele lausige Hai-Filme.
GREAT WHITE, so viel so schon mal verraten, wird sich auch nicht in der Hall Of Fame der Wasser-Movies wiederfinden.
great white rezension

Überlebenskampf im knallroten Gummiboot

Story:
Kaz und Charlie besitzen ein kleines Wasserflugzeug, mit dem sie Touristen an traumhafte Strände bringen. Als sie zusammen mit Koch Benny das asiatische Paar Michelle und Joji zu einer Insel transportieren, finden sie dort eine angespülte Leiche, die Opfer eines Haiangriffs wurde. Da Charlie vermutet, dass die Freundin des Toten in Gefahr sein könnte, begeben sich die fünf auf die Suche, doch dann werden sie selbst von dem großen Hai angegriffen und müssen auf eine Rettungsinsel ausweichen.
Nun heißt es paddeln und mit Resourcen haushalten, doch die Gemüter kochen hoch und der Hai ist auch noch da.

Niemand hat erwartet, dass diese Konstellation mit DER WEISSE HAI oder Hitchcocks RETTUNGSBOOT mithalten kann und das gelingt auch nicht. Das liegt nicht daran, dass das Setting gänzlich uninteressant wäre, es wirkt aber alles zu sehr hingebogen.
Beispiel gefällig? (Achtung Spoiler) Charlie meldet den Leichenfund der Küstenwache, hält es aber nicht für nötig, ein Update zu funken als sie das Schiff er Toten finden, sodass die Gruppe hilflos und vergessen auf dem Ozean schippern muss.
Noch ein Beispiel? Joji benimmt sich nicht nur von Anfang an wie ein deutscher Kegelclub auf Malle, sondern schubst auch noch Leute ins Wasser, als klar ist, dass dort ein Hai zugange ist. Ehrlich jetzt? Wer macht sowas?
Drittes Beispiel? Kann man unter Wasser einen bewusstlosen Menschen mit der eigenen Restatemluft nicht nur wiederbeleben, sondern genügend revitalisieren, dass diese Person –ohne aufzutauchen- komplexe Tätigkeiten ausführen kann?
Entscheidet selbst….
great white kritik

GREAT WHITE ist Haiterror im Paradies

Dass die traumhafte Location zum Wälzen von Reisekatalogen einlädt, nimmt etwas die Bedrohung, ist aber kein ernsthafter Kritikpunkt. Da zwei Drittel von GREAT SHARK auf offener See spielen, ist etwas Abwechslung in Form von Urlaubskulissen sogar zu begrüßen. Gedreht wurde übrigens nördlich des australischen Brisbanes.
Kritischer darf man die Auswahl der gutaussehenden Akteure sehen. Nichts gegen schöne Menschen, aber es ist einfach wenig authentisch, dass jeder wie ein Modell aussieht.
Bekannteste Schauspielerin des kleinen Casts ist Katrina Bowden, die seit NURSE zwar nichts mehr im Horrorgenre gedreht hat, aber Fans natürlich vor allem aus TUCKER & DALE VS. EVIL bekannt ist.great_white_2021

Den Hai kriegt man relativ selten in Gänze zu Gesicht, was in jedem Fall besser ist, als sich durch drittklassige Effekte zu blamieren. Was dann doch gezeigt wird, ist nicht allererste Sahne, aber auch sicher nicht blamabel.

Fazit: GREAT WHITE ist ein recht glatter Fisch-Streifen, der vor allem ein schlüssigeres Drehbuch gebraucht hätte.
Unterhaltsam? Einigermaßen.
Glaubhaft? Überhaupt nicht.

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