Review: PENOZA – DIE RÄCHERIN (2019)

Penoza - Die Rächerin: Cover
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Redaktion: 5.0

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Darsteller: u.a. Monic Hendrickx, Niels Gomperts, Sigrid ten Napel, Raymond Thiry
Regie: Diederik van Rooijen
Drehbuch: Diederik van Rooijen,
Länge: 116 Minuten
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 18.11.2021 (EST)
Verleih/ Vertrieb: Square One
FSK: ab 16

PENOZA ist eine niederländische Serie, die in unserem Nachbarland von 2010 bis 2017 große Erfolge gefeiert hat. 2019 ist dann mit dem Spielfilm PENOZA – DIE RÄCHERIN das große Finale in die niederländischen Kinos gekommen, die regelrecht eingerannt wurden. In Deutschland haben wir von der Drogenbaronin bisher noch nicht viel mitbekommen, das ändert sich aber nun: am 18. November wird PENOZA – DIE RÄCHERIN unter anderem bei Amazon Video und iTunes als Video on Demand und Electronic Sell Through veröffentlicht.

Penoza - Die Rächerin: Carmen van Walgraven

Inhalt von PENOZA – DIE RÄCHERIN

Die ehemalige Drogenbaronin Carmen van Walraven ist in Kanada untergetaucht und versucht ein unauffälliges Leben zu führen. Als sie einer Freundin hilft, kommt es zum Polizeieinsatz und ihre Tarnung fliegt auf. Van Walraven wird in die Niederlande ausgeliefert und muss sich dort ihrer Vergangenheit und alten sowie neuen Feindschaften stellen.

Resümee zu PENOZA – DIE RÄCHERIN

Auf den ersten Blick scheint es etwas merkwürdig das große Finale einer Serie in einem Land zu veröffentlichen, in dem die Serie selbst nie zu sehen war. Immerhin ist niemand mit der Hintergrundgeschichte bekannt und es ist fraglich, ob diese Art von Film ohne dieses Wissen funktioniert. Und damit ist auch schon das größte Problem von PENOZA – DIE RÄCHERIN am Schopfe gepackt.
Die Handlung des Films funktioniert gut solange Carmen noch in Kanada ist. Sie wird als Charakter eingeführt: Es wird deutlich, dass sie eine schwierige Vergangenheit hatte und sich deswegen versteckt hält. Sobald sie jedoch in die Niederlande überführt wird, taucht ein Haufen an Charakteren auf, der im Film selbst nicht genauer vorgestellt wird. Plötzlich sind da drei Kinder von Carmen, ihre Mutter und irgendwelche alten Bekannten. Das sind alles Charaktere, die man aus der Serie kennen würde, ohne diese zu kennen, kann man sie aber nicht einordnen. Außer Carmen wirken alle Personen sehr eigenschaftslos.

Penoza - Die Rächerin: Feindinnen stehen sich gegenüber

Da PENOZA – DIE RÄCHERIN den Abschluss der Serie mit insgesamt fünf Staffeln bildet, gibt es eine Menge Rückblenden. Im Laufe der Handlung wird immer wieder Bezug auf Geschehnisse in der Vergangenheit genommen und das nimmt einiges an Tempo. Wenn man denkt, dass es jetzt endlich richtig losgeht, kommt eine weitere Rückblende, die alles an Spannung wieder auf Null fährt. Dazu kommt, dass der Film für einen Action-Thriller sehr dialoglastig ist. Es gibt immer wieder Dialoge zwischen den Familienmitgliedern, dann wird Carmen erneut verhört oder es gibt einen Monolog vom aktuellen Feind. Die knapp zwei Stunden Laufzeit kommen einer leider deutlich länger vor. Wahrscheinlich wäre der Standard von 90 Minuten eine bessere Entscheidung gewesen, da so die gesamte Handlung gestrafft wäre.

Das Gute an PENOZA – DIE RÄCHERIN ist eindeutig die Qualität des Films. Die Macher haben sich hier nicht Lumpen lassen und es gibt auch ein paar schöne Landschaftsbilder.
An einigen Stellen gibt es ein wenig Blut zu sehen, das leider deutlich nach CGI aussieht. Das mag man einem Action-Thriller aber womöglich eher verzeihen als einem Slasher.
Die Schauspieler*innen sind in ihren Rollen überzeugend, auch wenn einige Rollen ohne den Hintergrund der Serie sehr flach sind.

Penoza - Die Rächerin: Carmen im Visier

Das Gesamtbild von PENOZA – DIE RÄCHERIN ist leider eher mittelmäßig. Die Story bezieht sich stark auf das Geschehen der Serie und wirkt für sich allein einfach nicht. Ohne die fünf Staffeln von PENOZA zu kennen lohnt es sich nicht den Film zu schauen, für Fans ist er sicherlich sehr gelungen.

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