BODYCAM (2025) | Filmkritik

Bodycam - Offizielles Filmposter
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 5.0

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Darsteller: Jaime M. Callica, Sean Rogerson, Catherine Lough Haggquist, Angel Prater, Keegan Connor Tracy
Regie: Brandon Christensen
Drehbuch: Brandon Christensen
Länge: 75 min
Land:
Genre:
Veröffentlichung: 09. April 2026 (digital); 24. April 2026 (DVD+BD)
Verleih/ Vertrieb: Lighthouse
FSK: ab 16

Erst vor kurzem kam Brandon Christensen mit dem überraschend sehenswerten NIGHT OF THE REAPER ums Eck, nun legt der Kanadier mit BODYCAM direkt nach.
Der ist übrigens nicht mit BODY CAM mit Mary J. Blige aus dem Jahr 2020 zu verwechseln, beschäftigt sich aber ebenfalls mit Polizisten und ihren Kameras.

Die Handlung von BODYCAM

Als die Streifencops Bryce Anderson und Jerome Jackson wegen eines Vorfalls häuslicher Gewalt in eine heruntergekommene Gegend gerufen werden, ahnen sie noch nicht, was ihnen bevorsteht.
Im Haus gibt es kein Licht, die Bewohner sind nirgendwo zu sehen, an den Wänden sind seltsame Symbole und im Keller klafft ein tiefes Loch im Boden.
Als Bryce den Hausherren findet, fühlt sich der Polizist bedroht und schießt.

Blutüberströmter Polizist in BODYCAM (2025)

Beim Lesen klingt das womöglich nach polizeilichem Machtmissbrauch, weiß man aber dass der Mann mehrfach aufgefordert wurde seine Hände zu zeigen und sich Bryce immer weiter näherte, sieht man die Situation womöglich anders.
Wieder anders stellt sie sich dar, als sich herausstellt, dass der Mann unbewaffnet war und ein Baby trug.

Wie würdest du reagieren, wenn in einem dunklen Keller jemand auf dich zukommt?

Auch wenn sich für uns Zuschauer eine Gefährdungslage erkennen lässt, reagiert Bryce panisch und während Kollege Jerome direkt die Zentrale informieren will, fürchtet Bryce die Konsequenzen und will den Vorfall vertuschen.

Bodycam - Die Cops machen schockierende Aufnahmen

BODYCAM ist kein politischer Film, ein paar Untertöne lässt er aber zu. So äußert sich Bryce schon auf der Fahrt abfällig über die schlechte Gegend, bis Jerome ihm mitteilt, dass seine Mutter hier lebt. Da der Film in den USA spielt, wo polizeiliches Fehlverhalten nicht erst seit dem Tod von George Floyd oder den fatalen ICE-Einsätzen in Minnesota Thema ist, ist nachvollziehbar, dass Bryce nicht nur juristische, sondern auch mediale Verfolgung fürchtet.

Das wären eigentlich genug Probleme für einen Film, der es gerade einmal auf eine Laufzeit von 75 bringt, aber BODYCAM legt mit dem nach, was das unheimliche Haus schon andeutete: etwas Übersinnliches geht vor sich und treibt die beiden Cops vor sich her.

Die versuchen nun einerseits das Beweismaterial, also die titelgebende Cam zu manipulieren, werden aber auch mit zunehmendem Wahnsinn konfrontiert.

Auf den Spuren von V/H/S, FÜRSTEN DER DUNKELHEIT und END OF WATCH

BODYCAM wird aus der Perspektive der Kameras gefilmt, die die beiden Gesetzeshüter am Körper tragen und ist dementsprechend dem Found Footage Film zuzuordnen. Während sich die ersten 10 bis 15 Minuten wie eine V/H/S-Episode anfühlen und man sich auch konkret an STORK aus V/H/S BEYOND erinnert fühlt, wirft BODYCAM unter anderem eine Gruppe Obdachloser in den Ring, bei denen man nicht sicher sein kann, ob sie nur unter dem Einfluss schlechter Drogen oder einer teuflischen Macht stehen.
Das erinnert natürlich an John Carpenters DIE FÜRSTEN DER DUNKELHEIT, davon abgesehen ist der Ansatz aber überraschend unverbraucht.

Ein weiterer Vergleich wäre END OF WATCH mit Jake Gyllenhaal, der zwar harmlos startet, gegen Ende aber auch einige erschreckende Sequenzen hat und ebenfalls zwei Polizisten aus der Ego-Perspektive zeigt.

Bodycam (2025) - ein getöteter Hund im Babybett

Bedauerlicherweise ist BODYCAM nichts von alledem. Trotz der knappen Laufzeit und einem gelungenen Start kann er die Spannung eines einzelnen V/H/S-Segments nicht dauerhaft halten und weder vor noch hinter der Kamera findet sich jemand vom Kaliber Carpenter/Gyllenhaal.
Stattdessen treibt der Film orientierungslos durch die Nacht, was womöglich sogar beabsichtigt war und den zunehmenden Einfluss jener bösen Präsenz zeigen soll, aber dem Zuschauer wenig gibt.

Und so bleibt der Eindruck, hier einmal mehr einen Film mit viel Potential gesehen zu haben, das aber nur zu Beginn ausgeschöpft wird und selbst dann wenig einfallsreich ist.

Fazit zu BODYCAM

Brandon Christensen zeigt erneut Talent und BODYCAM ist schon aufgrund der Kürze und des rasanten Anfangs kein Totalschaden, andererseits ist es bezeichnend, wenn man glaubt nach 70 Minuten bereits alles doppelt gesehen zu haben.

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FAQ

Ist BODYCAM (2025) ein Remake von BODY CAM aus dem Jahr 2020?

Nein. Es handelt sich um einen eigenständigen Film mit ähnlichem Bodycam-Konzept, aber ist kein Remake des 2020er Films.

Wie intensiv ist BODYCAM (2025)?

Der Film ist klaustrophobisch und setzt stark auf die Perspektive der Bodycams. Er enthält lange, ungeschnittene Horror-Sequenzen.

Für wen lohnt sich BODYCAM (2025)?

Für Fans von Found-Footage-Horror und Police-Horror mit Bodycam-Perspektive.

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