Es ist wohl kein Zufall, dass THE BLOOD LANDS (auch als WHITE SETTLERS bekannt) zu der Zeit entstand, als sich Schottland von Großbritannien und damit insbesondere von England lösen wollte.
Auch wenn im Film nie eindeutig Bezug zur politischen Frage genommen wird, passt es doch ganz gut, dass ein englisches Paar aufs schottische Land zieht und schon in der ersten gemeinsamen Nacht im abgelegenen Landhaus unliebsame Bekanntschaft mit der Nachbarschaft macht.
Ein bekanntes Gesicht im englisch-schottischen Konflikt
Bekanntestes Gesicht des Films ist dabei Pollyanna McIntosh, die sich in den letzten Jahren dank überzeugender Darstellung als wilde Waldbewohnerin in THE WOMAN oder toughe Polizistin in LET US PREY einen Namen machte.
Dass die gebürtige Schottin hier eine Engländerin spielt, sei verziehen und in den anfänglich ruhigen Momenten beweist Pollyanna, dass sie mehr kann als die übliche Screamqueen, die sich darauf beschränkt vor den Bösewichten davonzurennen, zu schreien und zu heulen.
Leider macht sie später genau das und gibt dabei das nette Weibchen, das vor ihrem eigenen Schatten Angst hat und von seinem starken Mann beschützt werden muss. Von früheren Rollen, in denen sie zwar ordentlich einstecken musste, aber eher an eine Heroine a la Ellen Ripley (ALIEN) erinnerte, ist sie damit meilenweit entfernt.
Pollyanna McIntosh als Hausmütterchen in THE BLOOD LANDS
Hier bewegt sie sich eher in der Nähe von einem Hausmütterchen der Marke Wendy Torrance (SHINING) und der Eindruck wird durch eine Szene, in der sie durch ein Badezimmerfenster steigt, während hinter ihr die Tür mit einer Axt demoliert wird, nur noch verstärkt.
Das heißt nicht, dass THE BLOOD LANDS nicht seine Momente hätte, aber es ist ihm leider auch ein fehlendes Budget anzumerken. Die schönen Aufnahmen der schottischen Landschaft können über wacklige Kameras, unglaubwürdige Ausleuchtung und schwache Effekte nicht hinweghelfen.
Was bleibt ist ein annehmbar spannendes Grundsetting, das das Rad nicht neu erfindet, aber unbekannte nächtliche Eindringlinge mit Schweinsmasken gehen ja eigentlich immer.

Fazit zu THE BLOOD LANDS
Man kann bei einem Home Invasion – Thriller nur schwer komplett neue Elemente einbinden, das wäre aber auch nicht zwingend erforderlich, wenn man die üblichen Bestandteile aus THE STRANGERS, ILS, KIDNAPPED, YOU’RE NEXT und wie sie alle heißen sauber recycelt hätte. Das gelingt aber eben nur bedingt, weswegen der Film höchstens Durchschnitt ist.
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FAQ
Wie viel Innovation bietet THE BLOOD LANDS?
Der Film THE BLOOD LANDS bedient sich klassischer Home-Invasion-Elemente und erfindet das Rad nicht neu, punktet aber durch seine dichte Atmosphäre.
Ist der Film THE BLOOD LANDS brutal?
Obwohl es in THE BLOOD LANDS blutige Spitzen gibt, setzt der Film mehr auf psychologische Anspannung und Isolation als auf reinen Gore.
Für wen lohnt sich der Film THE BLOOD LANDS?
Fans von Filmen wie STRAW DOGS oder EDEN LAKE kommen bei THE BLOOD LANDS auf ihre Kosten, sofern sie über Logiklücken hinwegsehen können.









