Review: IN DARKNESS (2018)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.5

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Darsteller: Natalie Dormer, Ed Skrein, James Cosmo, Emily Ratajkowski, Joely Richardson
Regie: Anthony Byrne
Drehbuch: Natalie Dormer, Anthony Byrne
Länge: 101 Minuten
Land: ,
Genre: , ,
Veröffentlichung: 16.11.2018 (DVD und BluRay)
Verleih/ Vertrieb: Universal
FSK: ab 16

In den letzten Jahren kamen bereits einige Filme raus, in denen Menschen mit Behinderungen eine große Rolle spielen. DON‘T BREATHE (2016), STILL (2016) oder A QUIET PLACE (2018) sind hierfür beispielhaft. Und auch IN DARKNESS hat eine Protagonistin mit körperlicher Einschränkung. Der Film ist in Zusammenarbeit von Natalie Dormer (THE FOREST, GAME OF THRONES) und ihrem Ehemann Anthony Byrne (PEAKY BLINDERS) entstanden. Während Dormer die Hauptrolle übernommen hat, führte Byrne Regie. Für Drehbruch und Produktion waren beide mitverantwortlich.

Inhalt von IN DARKNESS

Die blinde Pianistin Sofia bekommt den Mord an ihrer Nachbarin Veronique mit, die die Tochter eines vermutlichen Kriegsverbrechers ist. Bei der Befragung durch die Polizei behält Sofia jedoch alles für sich. Kurz nach dem Mord merkt sie, dass sie selbst verfolgt wird. Wer verfolgt sie und was hat die Pianistin selbst zu verheimlichen?

Resümee zu IN DARKNESS

IN DARKNESS fängt mit einer einigermaßen ausführlichen Vorstellung der Protagonistin Sofia an. Sie arbeitet als Pianistin und in der ersten Szene ist sie gerade dabei eine Szene aus einem Film zu vertonen, eine Szene die als kleine Andeutung auf das weitere Geschehen im Film verstanden werden kann. Als Zuschauer*in verfolgt man zunächst ein wenig den Alltag von Sofia, bis es dann zum Mord an der Nachbarin Veronique kommt. Auf diese Weise kann man bereits eine Bindung zu Sofia aufbauen und sich in ihr Leben hineinfühlen.

Nach der ruhigen Einführung geht es jedoch Schlag auf Schlag weiter. Nachdem Veronique aus dem Fenster fällt, Sofia der Polizei nicht die Wahrheit sagt und später mysteriöse Botschaften in Braille-Schrift aus dem Briefkasten fischt, wird schnell klar, dass die Protagonist selbst Geheimnisse hat. Um ihr größtes Geheimnis zu erfahren, muss man jedoch bis zum Ende von IN DARKNESS warten. Es gibt einen Plottwist, der viel vorher Gezeigtes noch einmal in einem anderen Licht darstellt – ein wenig wie bei HIGH TENSION (2003) oder LUCKY NUMBER SLEVIN (2006). Leider ist IN DARKNESS aber nicht ganz so clever wie die beiden genannten Filme und einige Dinge ergeben im Nachhinein keinen Sinn mehr.

In DARKNESS schafft es bis zum Ende einen Spannungsbogen aufzubauen und diese Spannung auch zu halten. Es gibt keine Szene, die langweilig oder überflüssig wirkt und während der etwa 100 Minuten Laufzeit wird man gut unterhalten. Zumal es immer wieder Wendungen gibt, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hätte.

Handwerklich weiß IN DARKNESS durch solide Arbeit zu überzeugen, so dass es keinen Grund zur Beschwerde gibt. Die Schauspieler*innen verkörpern ihre Rollen alle überzeugend. Allen voran natürlich Natalie Dormer, die ihre Rolle als Drehbuchautorin jedoch auch direkt auf sich zuschneiden konnte.

IN DARKNESS bietet kurzweilige Unterhaltung, bei der man immer mal wieder selbst ins Raten gerät, um zur Auflösung des Filmes zu kommen. Das Ende an sich sorgt dann leider für einige Unstimmigkeiten im Rückblick. Aber wer ein paar Logikfehler in Filmen aushält, wird an IN DARKNESS Freude haben.

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