Es gibt Klassiker über die man streiten kann, ob sie diesen Status verdient haben oder einfach nur „alte Filme“ sind uns es gibt „Ohne-wenn-und-aber“-Kultfilme wie ALIEN.
Da mir vor einiger Zeit das Spiel ALIEN ISOLATION kürzlich in die Hände fiel (und ich seitdem wieder mit dem Bettnässen angefangen habe), lag es auf der Hand über ALIEN zu reden, den nicht einmal der lange und überflüssige Untertitel „DAS UNHEIMLICHE WESEN AUS EINER FREMDEN WELT“ aus der Bahn werfen kann.
Können wir davon ausgehen, dass jeder den Film kennt? Falls nicht, lest hier nicht weiter, lasst alles stehen und liegen und SCHAUT DEN FILM!
Die Handlung von ALIEN – DAS UNHEIMLICHE WESEN AUS EINER FREMDEN WELT
Ein Raumfrachter auf dem Rückweg zur Erde empfängt ein Signal von einem unbewohnten Planeten. Als ein Teil der Crew nachsehen geht, wird einer von ihnen von einem unbekannten Wesen attackiert, das sich an seinem Gesicht festkrallt. Zurück auf dem Schiff scheint es dem Mann bald besser zu gehen und das seltsame Lebewesen fällt von allein ab. Doch was folgt ist noch viel schlimmer und bedroht die Team-Mitglieder.
Was an ALIEN auffällt, ist wie simpel die Rahmenhandlung gehalten wird, wohingegen viel Mühe im Detail steckt. Da wäre zunächst der ALIEN – Organismus zu nennen, der natürlich eng mit dem unvergleichbaren Künstler HR Giger verknüpft ist. Die biomechanische Optik des Hauptmonsters („Chestburster“), das sich nahtlos in nahezu jede Umgebung einpassen kann, war nicht nur Trademark Gigers, sondern passt selbstverständlich exzellent in einen Film, in dem jede Ecke, jeder Winkel, jede Öffnung eine Bedrohung darstellen kann.
Und wir haben hier nicht nur ein Monster, sondern zwei Lebensformen, die zwar eine gewisse Ähnlichkeit haben, aber wie in einem Insektenstaat völlig unterschiedlich agieren. Damit nicht genug, deutet sich schon in ALIEN an, dass es weitere Formen dieser Kreatur gibt, man wartet mit der Vorstellung aber bis zur Fortsetzung ALIENS.
Rechnet man das Alien nicht mit, treten im Film nur 7 Schauspieler auf. 2 Frauen, 5 Männer.
Heute wissen wir natürlich, wer am Ende zur Erde zurückkehrt. Die von Sigourney Weaver gespielte Ripley ist ein echter Kultcharakter und sieht man ALIEN im Kontext seiner Zeit, war eine starke Frau wie Ripley unüblich. Sicher gab es zuvor Filme wie HALLOWEEN und THE TEXAS CHAIN SAW MASSACRE, wo ein Final Girl übrig blieb, die Figuren waren aber vergleichsweise schwach und mussten erst aus dem Schatten der Herren heraustreten.
Ein Meilenstein des Sci-Fi-Horrors
Diesen Eindruck hat man bei Ripley nicht. Sie steht zwar in der Bordhierarchie weder ganz oben noch ganz unten, ist aber selbstbewusst und widersetzt sich gar den Anweisungen des Captns, als der den befallenen Kane entgegen den Vorschriften mit an Bord nehmen will.
Beim Zuschauer mag das zwiespältig ankommen, denn das Ripley in dieser Situation den hilfesuchenden die Hilfe verweigert macht sie nicht sympathisch, da man im Nachhinein schlauer ist, wissen wir aber auch, welchen Schaden sie vermieden hätte.
ALIEN enthält einige Szenen, die 1979 (oder beim Ersten sehen) für große Augen und weit aufgerissene Kiefer gesorgt haben müssen, insbesondere wenn man bedenkt, dass der Film nur zwei Jahre nach dem ersten STAR WARS – Werk erschien, das selbstverständlich auch seine Qualität hat, aber den Weltraum als deutlich netteren Ort darstellte.
Die erste diese einschneidenden Szenen ist natürlich der Moment, in der das Alien aus John Hurts Brustkorb bricht. Wie zu hören ist, waren selbst die anderen Schauspieler nur teilweise informiert was passieren würde.
Atmosphäre und Design in ALIEN
Von eher verstörender Natur ist das Geheimnis, das Ash mit sich herumträgt. Bis zu dem Moment, als es zwischen ihm und Ripley zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung kommt, hält es niemand für nötig uns Zuschauer darüber zu informieren, dass ein Android an Bord ist. Allerdings ist auch niemand der anderen Teammitglieder informiert und das ist Standard für den Film, denn wir sind als Betrachter immer auf Augenhöhe mit den Protagonisten.
Wenn man ALIEN Jahrzehnte nach Entstehung anschaut, fällt nicht nur auf, dass Sigourney Weaver offenbar in der Nähe eines Jungbrunnens wohnt, auch der Rest des Films hat nichts von seiner Magie verloren. Die Effekte/Kostüme sind einwandfrei und der Schrecken kriecht noch immer durch Mark und Bein.
Wenn der Film endet, hat man den Eindruck noch nicht alles über diese außerirdische Lebensform erfahren zu haben. Es bleiben viele Themen unvollendet und dass 6 Jahre später das vielleicht beste Sequel in der Filmgeschichte erscheint, ist mehr als gerechtfertigt.
Fazit zu ALIEN
ALIEN ist einer der besten Horrorfilme aller Zeiten.
Dass die Filmreihe bis heute läuft, Sequels, Prequels, Serien, Spin-Offs, Spiele und jede Menge Merchandise nach sich zog, unterstreicht den Ausnahmestatus dieses Meisterwerks.
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Inhaltsverzeichnis
FAQ
Warum gilt ALIEN als Klassiker?
Der Film kombiniert klaustrophobische Spannung mit einem bewusst langsamen Spannungsaufbau und einem klar strukturierten Setting. Das Produktionsdesign, insbesondere das Xenomorph-Design und die Gestaltung der Nostromo, ist bis heute prägend. Zudem verzichtet der Film weitgehend auf Übererklärungen und setzt stattdessen auf visuelle Erzählweise, was ihn nachhaltig wirksam macht.
Wie gruselig ist ALIEN im Vergleich zu modernen Filmen?
ALIEN arbeitet weniger mit schnellen Schnitten oder häufigen Jumpscares, sondern baut kontinuierlich Druck auf. Die Bedrohung bleibt lange unsichtbar oder nur angedeutet, was die Wirkung verstärkt. Im Vergleich zu modernen Horrorfilmen wirkt er ruhiger, erzeugt aber eine konstante Anspannung durch Enge, Isolation und Kontrollverlust.
Was macht ALIEN so einflussreich?
Die Verbindung von Science-Fiction und Horror in einem funktionalen, industriellen Setting war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ungewöhnlich. Viele spätere Filme haben das Prinzip des isolierten Teams in einem abgeschlossenen Raum übernommen. Auch die Inszenierung einer starken, pragmatischen Hauptfigur hat Maßstäbe gesetzt und das Genre nachhaltig beeinflusst.











Brauche nichts mehr hinzufügen..EIN MEILENSTEIN.