Review: THE BLACK STRING – DAS BÖSE IN DIR (2018)

the black string review
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.5

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Darsteller: Frankie Muniz, Blake Webb, Chelsea Edmundson
Regie: Brian Hanson
Drehbuch: Richard Handley, Brian Hanson
Länge: 93 min
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 29. Januar 2021 (Heimkino)
Verleih/ Vertrieb: Pierrot Le Fou
FSK: ab 16

Schon seit der Geburt der Slasherfilme wissen wir, dass Sex in Filmen böse ist.
Neuere Werke wie CONTRACTED nutzten hingegen keinen maskierten Stellvertreter mit Machete, sondern demonstrierten die unschönen Folgen von Geschlechtskrankheiten.
THE BLACK STRING geht ähnliche Wege und bringt außerdem einen alten Bekannten mit.

Story:
Jonathans Leben ist ereignislos. Er arbeitet in einem Drugstore und verbringt seine Abende alleine vor dem Fernseher, während er seine Traumfrau zeichnet.
Zum Glück gibt es Date-Hotlines und schon bald ist er mit der hübschen Dena verabredet. Trotz aller guten Vorsätze wirft sich Dena mächtig ran und Jonathan kann nicht widerstehen. Am Morgen danach ist sie verschwunden…zurück bleibt eine schmerzende eitrige Stelle.
Als er versucht den One Night Stand wiederzufinden, bemerkt er, dass das nicht nur kompliziert ist, sondern, dass man auch ein ganz böses Spiel mit ihm treibt.the black string rezension

Sex tötet!

Jonathan wird von Frankie Muniz gespielt, den viele aus der beliebten Comedyserie MALCOLM MITTENDRIN kennen dürften.
Muniz ist zwar erst Mitte dreißig, erlitt aber seit 2012 eine Reihe von Schlaganfällen, die dafür sorgten, dass er sich kaum mehr an seine früheren Arbeiten erinnern konnte. Insofern mutet es fast schon biografisch an, wenn ihm auch in THE BLACK STRING Erinnerungslücken anhaften.the black string kritik

THE BLACK STRING ist Mystery und eine Portion Body Horror

Trotz seiner Vergangenheit und des freundlich-lustigen Gesichts des Schauspielers, hat der Film allerdings keine komödiantischen Ansätze, sondern lässt Jonathan (und uns) an der eigenen Wahrnehmung zweifeln.
Gibt es Dena überhaupt? Spielt ihm seine Psyche einen Trick? Oder ist da schwarze Magie im Spiel?
Während sich für die Hauptfigur, der wir nie von der Seite weichen, bald ein mysteriöses aber stimmiges Bild ergibt, sieht das für sein Umfeld anders aus und er wird als selbstmordgefährdet eingestuft.

THE BLACK STRING ist jederzeit anzumerken, dass er ein klassischer Independent Film ist. Die Kulissen wirken wie eine normale Gegend und so unauffällig sind auch Schauspieler und Figuren. Auf teure und aufwändige Effekte muss verzichtet werden, aber Regisseur Brian Hanson vermittelt auch den Eindruck, dass es die nicht braucht. Wenn dann doch mal die Make-Up und / FX-Abteilung ran darf, wie bei einer unschönen Eigen-OP, ist das simpler, aber ekliger Bodyhorror.the black string das böse in dir

Die Stärke des Streifens liegt aber weniger im visuellen Schauwert, als vielmehr darin Jonathans Charakter auf seinem Weg in den Abgrund zu begleiten.
Das ist selten spannend im engeren Sinne. Weder gibt es viel Action, noch Schocks und klassischen Grusel oder Das-haut-mich-vom-Hocker-Twists. Dafür aber auch keine aufdringlichen Klischees und gleichzeitig verfügt THE BLACK STRING über eine gute Pace und kommt voran ohne zu langweilen. Lediglich gegen Ende schleichen sich ein paar Längen ein und man hat das Gefühl, dass manches nun unnötig nochmals erzählt wird.

Somit dürfte ein solch „leiser“ Film dem einfach gestrickten Blumhouse-Fan ohnehin nicht gefallen, wer nicht immer das Gleiche sehen will, sollte aber reinschauen.

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