Von dem neuen Film aus dem Hause Blumhouse OBSESSION – DU SOLLST MICH LIEBEN hatten wir schon ein paar Mal berichtet. Nun läuft der Film in den deutschsprachigen Kinos, nachdem er im April bereits bei den Fantasy Filmfest Nights zu sehen war, und hat weltweit bereits über 372 Millionen US-Dollar eingespielt. Mittlerweile wird er schon zu den erfolgreichsten Horrorfilmen der 2020er gezählt. Nun stellt sich natürlich die Frage, ob der zweite Spielfilm von Regisseur Curry Barker tatsächlich so gut ist oder grundlos gehypt wird. Das könnt ihr in unserem Review lesen.
Inhalt zu OBSESSION – DU SOLLST MICH LIEBEN
Bear ist verliebt. In Nikki, eine Freundin, mit der er bereits zur Schule ging und der er nicht traut, seine Liebe zu gestehen. Nachdem er sich wieder einmal nicht überwinden konnte, wünscht er sich, dass sie ihn ebenfalls über alles liebt, indem er ein scheinbares Spielzeug aus einem Esoterikladen, die One Wish Willow, nutzt. Und wie per Knopfdruck ist Nikki Hals über Kopf in ihn verliebt. Was zunächst wie ein wahr gewordener Traum wirkt, entwickelt sich zu einem Albtraum der schlimmsten Sorte.
Resümee zu OBSESSION – DU SOLLST MICH LIEBEN
Bear ist ein netter Kerl, der unsterblich in eine gute Freundin verliebt ist. Er probt sogar mit Freund Ian, wie er ihr seine Liebe gestehen möchte, nur um es dann doch wieder nicht zu machen. Dabei wirkt er zwar immer sympathisch, aber auch ein bisschen wie jemand, der eigentlich Hilfe braucht. Seine Wohnung ist ziemlich verlottert und es liegen gefährliche Dinge rum, so dass seine Katze kurz nach Filmbeginn an einer Vergiftung stirbt. Und während er auf dem Bett sitzt und weint, hat man wirklich viel Mitgefühl mit ihm. Sein Leben scheint nicht gut zu laufen und zudem ist seine Liebe anscheinend unerwidert. Kein Wunder also, dass er aus Verzweiflung so etwas wie One Wish Willow, die auf ihrer Packung die Erfüllung eines Wunsches verspricht, verwendet, was er zwar im Grunde nicht ernst nimmt, aber wahrscheinlich trotzdem einen Funken Hoffnung hat. Bears Charakter ist wirklich gut umgesetzt, zumal er sich im Laufe von OBSESSION – DU SOLLST MICH LIEBEN immer mehr von einer etwas anderen Seite zeigt.
Der Film setzt vor allem auf die unangenehme Atmosphäre, die entsteht, sobald Bears Wunsch in Erfüllung gegangen ist und Nikki geradezu von ihm besessen ist. Sie will unbedingt mit zu ihm nach Hause, erzählt etwas von einem kranken Vater und dass sie nicht allein sein kann. Es klingt sehr offen nach Manipulation, doch Bear kann ihren Wunsch natürlich nicht ablehnen. Nikki beginnt, sich immer mehr zu verändern, und wirkt dabei mehr und mehr unheimlich. Diese Veränderungen können beinahe ein körperliches Unwohlsein auslösen, wenn sie verkrampft in die Kamera grinst oder extreme Eifersucht zeigt.
Die Geschichte von OBSESSION – DU SOLLST MICH LIEBEN ist eigentlich recht simpel und kommt ohne großartig clevere Wendungen aus, ist aber durch die Atmosphäre und das absurde Verhalten von Nikki nie langweilig. Etwas schade ist, dass die Perspektive von Nikki auf die Situation selbst nur in wenigen Momenten durchscheint. Da wäre noch mehr Potenzial für Horror gewesen.
Vom Schauspiel her ist vor allem Inde Navarette (u. a. TOTE MÄDCHEN LÜGEN NICHT) zu erwähnen, die die veränderte Nikki überzeugend darstellt und ihre Mimik wirklich sehr im Griff hat. Alle anderen machen ihren Job auch gut, stechen aber nicht unbedingt heraus.
Der Soundtrack in OBSESSION – DU SOLLST MICH LIEBEN hilft sehr, die unangenehme Grundstimmung herzustellen. Beispielsweise wird durch die Musik ein ungutes Gefühl erzeugt, obwohl Bear sich nur zu Nikki ins Bett legt. Aber das Publikum bekommt so mit, dass es Bear eigentlich nicht ganz geheuer ist.
OBSESSION – DU SOLLST MICH LIEBEN setzt lange Zeit hauptsächlich auf psychologischen Horror. Zum Finale hin gibt es dann aber auch ein paar Gewaltspitzen, die teilweise unter die Haut gehen. Die sind gut umgesetzt und die Kamera hält drauf, auch wenn es fast wehtut, hinzuschauen.
Fazit zu OBSESSION – DU SOLLST MICH LIEBEN
OBSESSION – DU SOLLST MICH LIEBEN ist ein guter und unterhaltsamer Film und bestes Beispiel für den Spruch Be careful what you wish for – you might just get it. Hier und da gibt es Potenzial zur Verbesserung, aber von Regisseur Curry Barker dürfte in Zukunft viel zu erwarten sein.
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FAQ
Ist OBSESSION - DU SOLLST MICH LIEBEN einer der besten Horrorfilme?
Geschmack ist immer subjektiv, allerdings hat OBSESSION - DU SOLLST MICH LIEBEN viele gute Kritiken bekommen und gilt durch die Einnahmen in den Kinokassen ist er momentan auf Platz sieben der der erfolgreichsten Filmes von 2026.
Ist OBSESSION - DU SOLLST MICH LIEBEN brutal?
Der Film hat eine FSK-Einstufung ab 16 Jahren bekommen. Es gibt ein paar brutale Szenen, der Hauptanteil des Horrors entsteht aber aus der Atmoshphäre und dem Geschehen.
Wird es einen zweiten Teil von OBSESSION - DU SOLLST MICH LIEBEN geben?
Aufgrund der guten Ergebnisse an den Kinokassen ist eine Fortsetzung nicht unwahrscheinlich, derzeit aber noch nicht konkret in Planung. Regisseur Barker hat jedoch angemerkt, dass er einer Fortführung der Idee nicht abgeneigt ist, aber bis dahin ein paar Jahre vergehen werden.










