I SPIT ON YOUR GRAVE: DÉJÀ VU (2019) | Filmkritik

i spit on your grave deja vu
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 1.0

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3.9/10 (10)

Darsteller: Camille Keaton, Jamie Bernadette, Maria Olsen, Jim Tavaré
Regie: Meir Zarchi
Drehbuch: Meir Zarchi
Länge: 142 min
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 01. Oktober 2020 (Heimkino)
Verleih/ Vertrieb: Tiberius
FSK: ab 18

Reden wir nicht um den heißen Brei: I SPIT ON YOUR GRAVE: DÉJÀ VU ist der schlechteste Film des Jahres.
Sicher, das Jahr ist noch nicht mal um, aber es ist unmöglich diese Katastrophe zu unterbieten. All das deutete sich schon mit Sichtung des Trailers an. Wie bei jedem anderen Werk wurde auch hier versucht, die Highlights in 60 Sekunden zu zeigen und trotzdem wirkte die Vorschau erbärmlich.
Zweieinhalb Stunden (!) später ist klar, der Trailer hält, was er verspricht.

I SPIT ON YOUR GRAVE DÉJÀ VU - Camille Keaton als Jennifer Hills

Waldschrat mit Overacting

Der Inhalt von I SPIT ON YOUR GRAVE: DÉJÀ VU

Es ist Jahrzehnte her, seit Jennifer Hills von vier Männern vergewaltigt wurde und sich auf blutige Weise rächte. Inzwischen ist sie erfolgreiche Buchautorin und hat eine Tochter, die als Model arbeitet. Die beiden essen gerade zusammen und wollen anschließend zu ihren Autos, als sie vom Parkplatz weg entführt werden.
Wie sie schnell erfahren hat nach all den Jahren noch jemand eine Rechnung mit Jennifer offen.

I SPIT ON YOUR GRAVE: DÉJÀ VU bedeutet 2,5 Stunden gähnende Langeweile

Die guten Nachrichten:
Dies ist nicht Teil 4 der Remake-Reihe, sondern Fortsetzung des Originals.
Camille Keaton, die 1978 in I SPIT ON YOUR GRAVE / ICH SPUCK AUF DEIN GRAB Jennifer spielte, ist wieder dabei. Auch Meir Zarchi, Regisseur und Autor des Originals, sowie Produzent der Remake-Reihe ist hier für Buch und Regie verantwortlich.
Allerdings trat Zarchi seit 1985 nicht mehr als Regisseur auf und zu sagen, dass er eingerostet ist, wäre untertrieben. Es ist wohl eher so, dass er dringend Geld braucht und sich nicht zu schade ist, dass Ansehen seiner Reihe nach dem schwachen I SPIT ON YOUR GRAVE 3 noch weiter mit Füßen zu treten.

I SPIT ON YOUR GRAVE DÉJÀ VU - Kritik zum Sequel von Meir Zarchi

Aber mehr Positives: In I SPIT ON YOUR GRAVE: DÉJÀ VU wird der Frage nachgegangen, warum Jennifer nach ihrer Vergewaltigung erneut den Sex mit den Tätern suchte. Die Erklärung ist so hanebüchen wie die Sache selbst, aber immerhin, man versucht es.
Mehr Gutes kann man unmöglich an diesem Machwerk finden.

Alleine die Tatsache, dass eine Story, die dünn ist wie eine Lage Backpapier (und in ähnlicher Weise in den früheren Filmen etliche Male erzählt wurde), auf 142 Minuten ausgerollt wird, ist dummdreist sondergleichen.
Das führt dazu, dass wir ewig lange Dialoge erleben, bei denen jeder seine Motive und Beweggründe darlegt. Nichts gegen gute Dialoge, aber dies sind keine guten Dialoge, sondern nur Worthülsen.
Die simple Handlung episch zu erläutern, ist so als würde man umständlich die Pointe eines Gags erklären.
Andererseits, wer I SPIT ON YOUR GRAVE: DÉJÀ VU mag, ist so hohl, dass er jede Erklärung brauchen kann.

I SPIT ON YOUR GRAVE: DÉJÀ VU - Review Szene im Wald

Es wird klar, dass es um Rache an der Rächerin geht. Das war absehbar und die Frau eines der getöteten Vergewaltigers, sowie ihre Family wollen Jennifer Fieses antun. Warum man das 40 Jahre aufschob, bleibt ein Geheimnis.
Die Familie besteht aus einem Klischee-Latzhosenträger mit Lemmy-Bart und einem langhaarigen Waldschrat mit Hang zum Overacting.
Mehr Palaver, ein paar weitere Worthülsen, pseudopsychotisches Hillbilly-Gehabe und schon hat Jennifer wieder die Oberhand…..so geht das dann einige Mal hin und her, irgendwann geht’s dann aber doch mal zur Sache und natürlich wird vergewaltigt, bevor Rache an den Rächern der Rächenden genommen wird.

Ich spuck auf deinen Film

Wären diese Szenen schwer zu ertragen oder psychisch fordernd (wie im I SPIT ON YOUR GRAVE – Remake oder IRREVERSIBLE), wäre nichts gegen diesen Film zu sagen. Gäbe es einen Spannungsbogen, wäre der gerne gesehen. Schauspieler mit schauspielerischem Talent wären klasse. Gäbe es wenigstens sauber inszenierte Gewalt, würde sie dieses Machwerk aufwerten. Aber nichts davon ist vorhanden.
Nichts.

Als Zuschauer gewinnt man nicht den Eindruck, dass Vergewaltigungen sonderlich fies sind. Man fiebert nicht mit den „Guten“ mit, weil sie ebenso nerven wie die „Bösen“. Keiner dieser „Schauspieler“ sollte je wieder in einem Film auftreten…und Blut sieht aus, als hätte man es mit der Ketchupflasche aufgetragen.

Weil all das nicht reicht, baut I SPIT ON YOUR GRAVE: DÉJÀ VU nach über zwei Stunden Langeweile einen Twist ein, der keinen Sinn ergibt, diese cineastische Götterdämmerung aber noch einmal eine halbe Stunde in die Länge zieht.

Fazit zu I SPIT ON YOUR GRAVE: DÉJÀ VU

Idioten werden diesen Film lieben….sei kein Idiot, schau was anderes!
Ich spuck auf I SPIT ON YOUR GRAVE: DÉJÀ VU!

 

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Mehr Informationen

FAQ

Welche Filme sind vergleichbar mit I SPIT ON YOUR GRAVE: DÉJÀ VU?

Vergleichbare Filme im Rape-and-Revenge-Genre sind das I SPIT ON YOUR GRAVE Remake (2010), IRREVERSIBLE, LAST HOUSE ON THE LEFT oder REVENGE (2017). Im direkten Vergleich bietet DÉJÀ VU jedoch weder die Spannung noch die technische Qualität dieser Alternativen und enttäuscht durch extreme Längen.

Wie hart ist I SPIT ON YOUR GRAVE: DÉJÀ VU im Vergleich zum Rest der Reihe?

Obwohl der Film versucht, an die Härte des Originals von 1978 anzuknüpfen, scheitert er an der billigen Umsetzung. Sowohl das Original als auch das Remake von 2010 sind deutlich härter und wirkungsvoller. DÉJÀ VU verliert jegliche Intensität durch zähe Dialoge, schlechte Effekte und ein lächerliches Overacting der Darsteller.

Warum enttäuscht das Sequel I SPIT ON YOUR GRAVE: DÉJÀ VU?

Der Film scheitert primär an seiner hanebüchenen Story und der massiven Laufzeit von 142 Minuten. Die Inszenierung erinnert an Amateurniveau, das Blut wirkt wie Ketchup und der Versuch, eine simple Rachegeschichte episch aufzublähen, führt zu gähnender Langeweile.