Der polnische Film FARBEN DES BÖSEN: SCHWARZ ist der Nachfolger von FARBEN DES BÖSEN: ROT. Die Vorlage zu der Krimi-Reihe kommt von der Autorin Małgorzata Oliwia Sobczak und wurde erneut von Regisseur Adrian Panek umgesetzt. Die Handlung dreht sich um einen Staatsanwalt, der in eine Stadt mit verschlossener Gemeinschaft versetzt wird und sich mit dem Verschwinden eines Kindes beschäftigt.
Inhalt von FARBEN DES BÖSEN: SCHWARZ
Staatsanwalt Leopold Bilski ist in eine kleine Stadt in der Kaschubei versetzt worden. Dort beschäftigt er sich mit dem Fall eines Jungen, der vor zwei Jahren verschwunden ist. Als erneut ein Junge wie vom Erdboden verschluckt ist, liegt die Idee nah, dass beide Fälle verbunden sind. Bilski versucht, das Rätsel zu lösen.
Resümee zu FARBEN DES BÖSEN: SCHWARZ
Leopold Bilski ist ein sympathischer, relativ junger Staatsanwalt, der während seines letzten Falles einiges an Staub aufgewirbelt zu haben scheint. Er wird von einigen Personen in der neuen Stadt eher unwirsch begrüßt. Nichtsdestotrotz beginnt er direkt, sich mit einem Fall zu beschäftigen, der bereits zwei Jahre her und offiziell aufgeklärt ist. Bilski beginnt, eigenständige Recherchen anzustellen, und stößt bald auf düstere Abgründe in der kleinen Stadt.
Die Machart von FARBEN DES BÖSEN: SCHWARZ erinnert stark an die skandinavischen Krimis. Die Grundatmosphäre ist düster, der Ermittler hat mit eigenen Problemen zu kämpfen und es werden gesellschaftliche Probleme behandelt.
Man muss ehrlicherweise sagen, dass die Handlung von FARBEN DES BÖSEN: SCHWARZ nicht unbedingt originell ist. Wer ein wenig im Krimi- und oder Thrillergenre unterwegs ist, wird schon einige ähnliche Geschichten gesehen haben. Wir haben beispielsweise TOP OF THE LAKE oder DAS MÄDCHEN IM SCHNEE bereits reviewed, wo ebenfalls Kinder spurlos verschwunden sind. Aber trotzdem ist der polnische Film zu großen Teilen unterhaltsam umgesetzt und hat nur wenige Längen.
Allerdings tauchen mit der Zeit schon ein paar Fragen auf. Warum hat ein neuer Staatsanwalt anscheinend nichts anderes zu tun, als zu einem abgeschlossenen Fall Leute zu befragen? Sind Staatsanwälte in Polen tatsächlich so sehr in die Ermittlungen involviert, oder wird das übertrieben dargestellt (sehr kurze Recherche sagt: Ja, Staatsanwälte in Polen sind deutlich involvierter als in Deutschland)? Warum knutscht die Mutter eines verschwundenen Kindes mit dem Staatsanwalt? Es tauchen also ein paar Ungereimtheiten auf, die zum Teil an Unwissen liegen, zum Teil aber auch einfach am Drehbuch.
Vom handwerklichen Aspekt her ist FARBEN DES BÖSEN: SCHWARZ nicht besser oder schlechter als andere Netflix-Produktionen und passt gut in die Riege der Eigenproduktionen. Das Gleiche gilt für die schauspielerischen Leistungen der Besetzung, die durchweg solide sind.
Es gibt in dem Film sehr wenig explizite Gewalt zu sehen, aber die paar Szenen mit ein wenig Blut sind überzeugend umgesetzt.
Fazit zu FARBEN DES BÖSEN: SCHWARZ
FARBEN DES BÖSEN: SCHWARZ ist ein Krimi, der sich sichtbar an Vorbildern des Nordic Noir orientiert. Das klappt durchweg gut und ergibt einen soliden Film, der aber nicht sonderlich originell ist. Hier und da fallen ein paar Unstimmigkeiten auf, die aber durch die düstere Atmosphäre gut ausgeglichen werden. Der Streifen ist kein Meisterwerk, bietet aber durchaus brauchbare Unterhaltung für einen Abend.
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FAQ
Was ist die Vorlage zu FARBEN DES BÖSEN: SCHWARZ?
Die Geschichte basiert auf einer Krimireihe der polnischen Autorin Małgorzata Oliwia Sobczak. Es gibt noch vier weitere Bücher zu den FARBEN DES BÖSEN, es könnte also noch Fortsetzungen geben.
Ist FARBEN DES BÖSEN: SCHWARZ brutal?
Es gibt kaum Gewalt zu sehen in dem Film mit 110 Minuten Spielzeit. In zwei Szenen ist etwas Blut zu sehen, der Fokus liegt aber auf der Ermittlungsarbeit von Staatsanwalt Bilski
Für wen lohnt sich FARBEN DES BÖSEN: SCHWARZ
Wer gerne skandinavische Krimis mag, wird wahrscheinlich auch Gefallen an FARBEN DES BÖSEN: SCHWARZ haben. Der Film orientiert sich stark am Nordic Noir und hat eine ähnlich düstere Atmosphäre.










