THE LAST HOUSE (2026) | Filmkritik

The last House: Poster
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 5.5

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Darsteller: Greta Lee, Wagner Moura, Riley Chung, Noah Alexander Sosnowski, Emma Ho
Regie: Louis Leterrier
Drehbuch: Matthew Robinson
Länge: 110 min
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Veröffentlichung: 07. August 2026
Verleih/ Vertrieb: Netflix

THE LAST HOUSE ist ein Sci-Fi-Thriller, für den Netflix ziemlich offensiv geworben hat. Beispielsweise wohnte für ein paar Tage ein Mann in einer Werbetafel am Sunset Boulevard in Los Angeles, die vom Aussehen her an das Haus der Familie in dem Film erinnert. Aber Marketing ist nicht alles und so versucht der Streamingdienst auch, mit der Besetzung zu überzeugen. Greta Lee (TRON: ARES) und Wagner Moura (NARCOS) sind zumindest Namen, die man kennen könnte. Der Film ist bereits in diversen Ländern auf Platz 1 der meistgeschauten Filme, was aber mit dem Marketing zusammenhängen dürfte und nichts über die Qualität aussagt.

Soweit zu den groben Voraussetzungen, aber schauen wir uns den Streifen einmal genauer an.

The last House: Die Familie baut Pflanzen im Haus an

Inhalt von THE LAST HOUSE

Mitte Dezember zieht in Seattle ein Unwetter auf und bringt eine riesige Regenfront mit sich. Die Familie Delgado möchte eigentlich aufbrechen, um einen Weihnachtsbaum zu kaufen, muss aber mit Entsetzen feststellen, dass sich weder Türen noch Fenster öffnen lassen. Sie sind Gefangene in ihrem eigenen Haus und bemerken bald, dass es der gesamten Nachbarschaft genauso ergeht. Die vier versuchen, ihre Vorräte zu rationieren, und hoffen auf baldige Hilfe. Bald stellen sie fest, dass keine Hilfe kommen wird und außerhalb des Hauses eine große Gefahr lauert.

Resümee zu THE LAST HOUSE

Die Idee, dass eine Familie im eigenen Haus festsitzt und nicht weiß weshalb, gab es im Film schon vorher. CONTROLLED – BEWAHREN SIE RUHE hat eine Nachricht aus dem Fernseher in den Fokus gestellt und BRICK war eine deutsche Interpretation der Geschichte. Außerdem hat die britische Anthologie-Fernsehserie VORSICHT, HOCHSPANNUNG! das Thema bereits 1984 gezeigt. Aber für eine spannende Geschichte muss die Handlung nicht komplett originell sein, es reicht auch eine neue Sichtweise.

The last House: Ann steht im überschwemmten Haus

Die Handlung von THE LAST HOUSE ist zunächst durchaus interessant und spannend. Die Familie muss sich an die Situation gewöhnen und kommt erstmal erstaunlich gut klar, da sie viele Vorräte im Haus hat. Man sieht bald, dass dieses Glück nicht allen in der Nachbarschaft gegönnt war. Trotzdem haben die Delgados mit Problemen zu kämpfen, wenn beispielsweise die Medizin für den Familienhund, Cassidy, ausgeht. SPOILER: An der Stelle eine allgemeine Warnung, dass es diverse Szenen mit toten Tieren geben wird.

Was die ersten 20 Minuten unterhaltsam ist, beginnt bald danach, sich zu ziehen. Mit einer Länge von beinahe zwei Stunden ist der Film zu lang für seine Handlung. Es dauert fast eine Stunde, bis endlich mal etwas im direkten Zusammenhang mit der Gefahr außerhalb des Hauses passiert. Und danach auch wieder zu lange, bis die Spannung erneut ansteigt. Es wird sehr viel gezeigt, was die Delgados unternehmen, um zu überleben, und das macht bis zu einem gewissen Grad Sinn, wird hier aber zu sehr in die Länge gezogen.

Zum Ende von THE LAST HOUSE gibt es einen kleinen Showdown, der erstmal Laune macht und Action mit sich bringt. Allerdings ist das Ende dann ziemlich abrupt und lässt eine etwas ratlos zurück. Es macht innerhalb dieser eigentlich postapokalyptischen Welt keinen Sinn und man fragt sich, warum denn insgesamt 5 Jahre vergangen sind, wenn die Lösung dann so simpel ist.

Auch vor dem Finale tun sich ein paar Logiklöcher auf. Beispielsweise hilft offenbar eine einzige Tablette eines Antibiotikums gegen einen entzündeten Tierbiss und die betroffene Person ist danach direkt wieder topfit.

Handwerklich ist der Film gut gemacht. Hier sticht vor allem das Haus als Set heraus, welches im Laufe von THE LAST HOUSE immer weiter absinkt oder auch mit Wasser überflutet wird. Die geheimnisvollen Wesen außerhalb des verriegelten Hauses, die wahrscheinlich nicht zufällig an H. P. Lovecrafts Cthulhu erinnern, sind gut animiert und wirken ziemlich echt.

The last House: Ruth vor einem Fenster, es ist ein Schatten zu erkennen

Fazit zu THE LAST HOUSE

THE LAST HOUSE ist ein Streifen mit interessanter Idee, aber mangelhafter Umsetzung. Der Film ist zu lang für die Handlung und weist einige Logikfehler auf. Das Ende ist recht enttäuschend und lässt eine die gesamte Geschichte in Frage stellen.

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FAQ

Lohnt sich THE LAST HOUSE?

Für Fans von Mystery-Thrillern mit einer klaustrophobischen Atmosphäre ist der Film interessant. Allerdings zieht sich die Handlung stellenweise und das Ende dürfte nicht jeden überzeugen.

Wer spielt in THE LAST HOUSE mit?

Die Hauptrollen spielen Greta Lee und Wagner Moura. Regie führte Louis Leterrier.

Ist THE LAST HOUSE brutal?

Der Film enthält einige Gewaltszenen, bleibt insgesamt aber eher harmlos Der Schwerpunkt liegt stärker auf der beklemmenden Atmosphäre als auf expliziter Gewalt.

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