THRASH ist der neue Film von Regisseur und Drehbuchautor Tommy Wirkola, der bereits einige Filme wie zum Beispiel DEAD SNOW, HÄNSEL UND GRETEL: HEXENJÄGER oder VIOLENT NIGHT gedreht hat. Der neue Film ist von Netflix veröffentlicht worden und wirkt auf den ersten Blick wie eine etwas weniger trashige Version von SHARKNADO, denn es gibt Haie und es gibt einen gefährlichen Sturm.

Inhalt von THRASH
Ein riesiger Hurricane nähert sich der Küste von South Carolina und dem kleinen Städtchen Annieville. Die meisten Leute versuchen, das Gebiet schnell zu verlassen, doch eine Handvoll Personen bleibt aus unterschiedlichen Gründen zurück und ist somit vor Ort, wenn Hurricane Henry auf die Küste trifft und den Damm zum Einsturz bringt. Die Überlebenden müssen sich jetzt nicht nur vor den Wassermassen retten, sondern sich auch gegen bissige Bullenhaie zur Wehr setzen, die in den Straßen von Annieville herumschwimmen.
Resümee zu THRASH
Wenn man sich die Inhaltsangabe zu dem Film durchliest, sollte einer relativ schnell klar werden, dass hier kein komplett ernstzunehmendes Meisterwerk zu erwarten ist. Der Film erinnert ein wenig an Netflix’ IM WASSER DER SEINE – allerdings mit einer etwas besseren Erklärung, weshalb Haie in einer Stadt landen – sowie an den Alligator-Horror CRAWL von Alexandre Aja, wo ein Sturm Alligatoren in eine Stadt schwemmt. Und natürlich muss man an SHARKNADO denken, wenn sich Sturm und Haie sozusagen zusammentun, um die Menschen zu terrorisieren. Allerdings wird THRASH niemals so trashig, was an manchen Stellen beinahe Schade ist, denn mehr Trash hatte dem Film sicherlich geholfen.
THRASH verschwendet nicht viel Zeit, bevor die Handlung wirklich loslegt und der Hurricane beginnt, Chaos zu verbreiten. In den ersten Szenen lernt man kurz die Charaktere kennen, aber dann fängt das Wasser auch schon an zu steigen und sehr kurz darauf sind die ersten Bullenhaie in den Straßen unterwegs. Ist das logisch? Nicht unbedingt, aber sofern man die kritischen Gedanken für etwa 83 Minuten ausschalten kann, ist das unterhaltsam.
Das Tempo des Films ist zunächst relativ schnell, ebbt aber etwas ab, wenn der Fokus mehr auf Lisa und Dakota liegt. Während Lisa im Auto feststeckt und das Wasser stetig steigt, ist die Spannung noch relativ hoch, aber sobald sie aus dieser Situation gerettet ist und die ersten Wehen bekommt, stagniert der Spannungsgrad.
Die Geschichte, die in THRASH erzählt wird, ist nicht unbedingt von hoher Erzählkunst geprägt. Es passieren oft Dinge ohne weitere Erklärung und das Publikum muss dies dann so hinnehmen. Es stellt sich zum Beispiel die Frage, weshalb die Bullenhaie zwar ein Boot angreifen, aber die Kinder auf der Küchentheke in Ruhe lassen, obwohl sie sehr leicht zu erreichen wären. Zumal die bissigen Knorpelfische sonst alles und jeden sofort attackieren.
Vor allem zum Ende hin wird die Handlung sehr auf die Spitze getrieben und hätte durchaus einen Hauch weniger Dramatik vertragen.
Die Handlung verfolgt mehrere Personen. In Annieville sind es die hochschwangere Lisa, Dakota, die an einer Angststörung zu leiden scheint, und die drei Kinder Dee, Ron und Will, die in einer lieblosen Pflegefamilie untergebracht sind. Außerhalb von Annieville gibt es eine kleine Gruppe rund um den Meeresbiologen Dr. Dale Edwards, die versucht, nach Annieville zu kommen, um dort Dakota zu helfen, denn Dr. Edwards ist ihr Onkel. Aufgrund der Menge von Personen bleiben alle relativ oberflächlich.
Man erfährt beispielsweise nicht, weshalb die Kinder in einer Pflegefamilie gelandet sind. Mehr Hintergrundinformationen zu den einzelnen Personen hätten wahrscheinlich geholfen, dass man mehr mit ihnen mitfiebert. Aber ohne Verbindung zu ihnen schaut man ihnen dabei zu, wie sie versuchen, sich zu retten, ist aber nicht sonderlich investiert.
Ein Film wie THRASH lebt natürlich von den Effekten. Diese sind die meiste Zeit relativ gut umgesetzt, auch wenn ab und an sehr durchscheint, dass viel mit CGI gearbeitet wurde. Die Haie sehen ganz gut aus und man kann deutlich zwischen den verschiedenen Haiarten unterscheiden.
Fazit zu THRASH
Bei dem Streifen handelt es sich definitiv nicht um ein Meisterwerk, aber trotzdem um einen ziemlich unterhaltsamen Film, sofern man für die Laufzeit den Kopf ausschalten kann. Die einzelnen Personen sind zu oberflächlich, um mit ihnen mitzufiebern, aber dafür ist man auch nicht traurig, wenn sie doch von einem der Haie erwischt werden sollten.
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FAQ
Ist TRASH ein Katastrophen- oder ein Horrorfilm?
THRASH ist ein Genremix und hat Anteile von beiden Genres. Wenn der Hurricane Henry auf die Küste trifft und der Damm einreißt, befinden wir uns definitiv im Katastrophengenre. Aber wenn die Haie eintreffen, kommt der Tierhorror dazu.
Was bedeutet THRASH?
Das englische Wort thrash hat mehrere Bedeutungen, wie zum Beispiel verprügeln oder vermöbeln. Als thrash about bedeutet es sich hin und her zu werfen.
Ist THRASH ein brutaler Film?
Der Film hat eine Freigabe ab 16 bekommen. Es gibt ein paar explizite Hai-Angriffe. Allerdings sind diese naturgemäß schnell vorbei und die Opferzahl bleibt gering.









