WAR MACHINE (2026) | Filmkritik

WAR MACHINE: Poster
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.0

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6.9/10 (23)

Darsteller: Alan Ritchson, Stephan James, Dennis Quaid, Blake Richardson
Regie: Patrick Hughes
Drehbuch: Patrick Hughes, James Beaufort
Länge: 106 Minuten
Land: , , ,
Genre:
Veröffentlichung: 06.03.2026
Verleih/ Vertrieb: Netflix
FSK: ab 16

Mit WAR MACHINE hat Netflix am 6. März eine Mischung aus Action, Science-Fiction und Thriller veröffentlicht In der Hauptrolle ist Alan Ritchson, der sich dank der Serie REACHER momentan einiger Beliebtheit erfreut. Die Regie zu dem Genre-Mix hat Patrick Hughes, der zum Beispiel den dritten Teil von THE EXPENDABLES gedreht hat.
Die Handlung bietet leichte Parallelen zu PREDATOR (1987) von Regisseur John McTiernan. Allerdings bietet hier nicht der feuchte Dschungel, sondern die wunderschöne Landschaft von Colorado den Hintergrund des Kampfgeschehens. Werfen wir also einen näheren Blick auf WAR MACHINE.

WAR MACHINE: 81 vor einem gecrashted Wagen

Inhalt von WAR MACHINE

Nach einem traumatischen Erlebnis im Einsatz in Afghanistan meldet sich ein einfacher Soldat für das Ranger-Ausbildungsprogramm. Das sogenannte RASP gehört zu den härtesten Ausbildungen im US-Militär und nur wenige kommen durch. Der fortan als 81 bekannte Soldat hält bis zum Ende durch und muss nur noch den Todesmarsch meistern. Bei diesem wird seine Gruppe allerdings von einer Maschine aus einer anderen Welt attackiert und muss nun wirklich um ihr Leben kämpfen.

Resümee zu WAR MACHINE

Die Handlung ist simpel und teilweise ziemlich vorhersehbar. Beispielsweise ist weniger Sekunden nach Beginn der ersten Szene klar, dass es gleich zu einem schlimmen Ereignis kommen wird. Und schon kommt es zum Angriff und der Protagonist kommt als einziger Überlebender aus der Sache heraus. Ein Film wie WAR MACHINE muss aber auch nicht mit einem ausgeklügelten Drehbuch dienen, sondern ordentlich Action bieten, und nach einiger Zeit kommt viel davon.

Sobald die Kampfmaschine aus einer anderen Welt auftaucht, zieht die Spannung in WAR MACHINE ordentlich an. Die Gruppe von angehenden Rangern wird durch die schönen Wälder in Colorado gejagt und hat keinerlei Möglichkeit, sich zu verteidigen, denn ihre Waffen sind außer Gefecht gesetzt und sie hätten ohnehin keinen Effekt auf ihren Gegner. Angeführt von 81 werden sie also durch die Natur gehetzt und, sobald die Maschine sie dank ihres Scanners und überlegener Waffen trifft, fliegen die Körperteile nur so durch die Gegend.

Was die gezeigte Gewalt angeht, ist WAR MACHINE zwar mit FSK 16 versehen, aber es gibt durchaus einige Szenen, die sehr explizit sind. Beispielsweise wird einem Ranger-Anwärter der Knochen nach einem offenen Bruch gerichtet, was beim Hinschauen etwas erschauern lässt. Im Vergleich zu PREDATOR: BADLANDS, der auch FSK 16 bekommen hat, gibt es hier deutlich mehr Gewalt zu sehen.

WAR MACHINE: Gruppe versucht sich zu verstecken

Die einzelnen Charaktere sind nicht sonderlich ausgefeilt. Selbst von dem Protagonisten, 81, weiß man am Ende des Films sehr wenig, außer dass er besser Therapie gemacht hätte, als einem extremen Ausbildungsprogramm beizutreten. Er kann sich in der Gruppe sehr lange nicht einfinden und das führt nicht unbedingt zu Sympathien für ihn. Aber als Actionheld ist er gut geeignet und von daher passt es für einen Film wie WAR MACHINE gerade so wieder.

Aber auch wenn die Jagd auf die Ranger wirklich unterhaltsam ist, fallen doch ein paar Probleme mit WAR MACHINE auf. Zum einen gibt es die Frage, weshalb sich die Gruppe, die immerhin eine Eliteeinheit sein soll, dermaßen ungeschickt anstellt, sobald die Bedrohung auftaucht. Zum anderen weshalb eine Person, die offenbar ein traumatisches Erlebnis in einem Einsatz hatte und auch schon alt im Vergleich zu den anderen Auszubildenden ist, überhaupt für RASP ausgewählt wird.

Schwerwiegender ist aber, dass der Film am Ende wie eine Art Propaganda für das Militär wirkt. Während in PREDATOR ganz klar Kritik an den Methoden des Militärs geäußert wird, wird in WAR MACHINE gefeiert, dass man nun gegen die große außerirdische Bedrohung kämpfen wird, während die US-amerikanische Flagge in Hintergrund ist. Ganz nebenbei wird die Möglichkeit für diverse Fortsetzungen offen gehalten. Immerhin sind diese Kampfroboter aus dem Weltraum überall auf der Welt gelandet und müssen bekämpft werden. Gerade vor dem Hintergrund, dass es wieder diverse Kriegsgebiete gibt, wäre ein Ende mit weniger Militarismus und US-amerikanischem Patriotismus wünschenswert gewesen.

Alles in allem ist WAR MACHINE (die meiste Zeit) ein unterhaltsamer Film, der einiges an Spannung, Action und abgetrennten Körperteilen bieten kann. Zum Ende hin überwiegt leider eine extrem positive Darstellung des Militärs, die ein rundes Ende verhindert. Aber wer darüber hinwegsehen kann, wird zunächst gut unterhalten, auch wenn es ein paar Logiklöcher gibt.

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Mehr Informationen


FAQ

Ist the WAR MACHINE ein Horrorfilm?

WAR MACHINE ist kein reiner Horrorfilm, kann sich dank der Spannung und Gore, aber auch für Horrorfans lohnen. Es gibt Parallelen zum ersten Teil von PREDATOR, der auch gern von Horrorfans geschaut wird.

Welche FSK hat WAR MACHINE?

WAR MACHINE hat eine FSK ab 16. Aber trotz dieser Freigabe gibt es einiges an Gewalt zu sehen.

Ist WAR MACHINE mit PREDATOR zu vergleichen?

Auch wenn es Paralellen gibt (Gruppe mit militärischer Ausbildung muss sich in der Wildnis gegen eine außerirdische Bedrohung wehren), sind die Filme verschieden. In PREDATOR ist lange Zeit ungewiss was die Bedrohung ist, während es in WAR MACHINE sofort klar ist. Außerdem setzt sich PREDATOR kritisch mit dem Militär auseinander, während WAR MACHINE es feiert.

4 thoughts on “WAR MACHINE (2026) | Filmkritik

  1. Schon lange keinen Film mehr gesehen, der mich so gepackt hat wie War Machine. Von der ersten Minute an Spannung, die einfach nicht nachlässt. Ich war komplett im Film drin und habe die Umgebung um mich herum fast vergessen – genau dieses Gefühl kennt man sonst nur von den großen Blockbustern früher. Starke Atmosphäre, intensive Szenen und eine Geschichte, die einen permanent dranbleiben lässt. Für mich definitiv einer der besten Filme seit Langem. Absolute Empfehlung!

  2. Ach Leute, jeder Geschmack ist doch verschieden und ich hab War Machine sehr gefeiert, weil es endlich wieder ein Film war, der in der Mitte sehr bombastisch vorrangig.
    Solche ActionStars hatten wir in der 80gern und 90gern gefeiert und für mich eine Motivation war für meinen Kraftsport.
    Wir haben leider keine Actionhelden mehr und in der Welt nicht mehr so gern gesehen.
    Darum geht mir das Herz auf wenn wir so einen bekommen, denn er hat mehr Potential als Batman als diese Schmalspur von Pattinson.
    Mir hat der Film Spass gemacht und meiner Oma auch.

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