PREDATOR: BADLANDS (2025) | Filmkritik

predator badlands rezension
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.5

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4.5/10 (2)

Darsteller: Elle Fanning, Dimitrius Schuster-Koloamatangi, Ravi Narayan
Regie: Dan Trachtenberg
Drehbuch: Patrick Aison, Dan Trachtenberg
Länge: 103 min
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Veröffentlichung: ‎ 27. Februar 2026 (DVD+BD)
Verleih/ Vertrieb: LEONINE
FSK: ab 16

Die PREDATOR-Reihe ist nun fast 40 Jahre aktiv und eines muss man den Machern lassen, jeder der bisherigen Filme unterscheidet sich von den anderen durch Raum, Zeit und / oder Stil. Da macht auch PREDATOR: BADLANDS gar keine Ausnahme, der anders als der Vorgänger PREY nicht vor 300 Jahren in Nordamerika, sondern 300 Jahre in der Zukunft und auf fernen Planeten spielt.

Regisseur ist trotzdem wieder Dan Trachtenberg und auch darüber hinaus gibt es einiges (wieder)zuentdecken.

Vom Jäger zum Gejagten: Worum handelt PREDATOR: BADLANDS?

Dek ist ein Yautja. Doch innerhalb des Jäger-Volks ist er vergleichsweise klein und schwach und als er zu einem anderen Planeten reisen und dort einen Kalisk jagen möchte, erhält er von seinem eigenen Vater nicht dessen Einwilligung, sondern sein Todesurteil. Nur mit Hilfe seines Bruders kann er entkommen. Doch der Planet Genna ist ebenfalls feindselig und schon bald muss Dek mit der beschädigten Androidin Thia, eine ungewöhnliche Allianz eingehen, um zu überleben und seine Aufgabe zu erfüllen.

Für alle, die mit den PREDATOR-Filmen und -Literatur weniger vertraut sind: Die Yautja sind eben jene hünenhaften außerirdischen Jäger, die schon 1987 Arnold Schwarzenegger in PREDATOR das Leben schwer machten. Waren sie in den meisten Filmen schlicht Bösewichte, wenn auch mit einem gewissen Kodex, rücken wir mit PREDATOR: BADLANDS erstmalig auf ihre Seite.

predator-badlands - predator 6

Ein Yautja als Held und der Disney-Faktor

Dek ist zwar merklich Produkt seiner Umwelt, hat auch Bock aufs Töten, will aber selbst nicht unbedingt getötet werden und wird aus dieser Opferrolle heraus zum Helden der Geschichte.
Der Film beweist damit, dass man im Film (wie in der Medienwelt) jeden mit der richtigen Darstellung zum Hero machen kann.

Allerdings rückte nicht nur der Jäger in neues Licht, auch der Film selbst hat mit den Ansätzen des fast 40 Jahre alten Originals, der selbst für die 80er Jahre extrem testosteronhaltig und auch blutig daherkam, kaum noch Gemeinsamkeiten.
Und weil die PREDATOR-Filme nicht nur zu Fox gehören, sondern Fox mittlerweile zu Disney, fühlt sich das Ergebnis weniger wie Action-Kriegsfilm mit Horror-Sci-Fi-Elementen an, sondern wie Action-Sci-Fi mit Buddy-Movie- und Abenteuer-Einlagen.

predator badlands filmkritik

Das Alien-Crossover: Weyland-Yutani greift ein

Die Flora und Fauna auf Planet Genna erinnert fast an alte Dschungel-Streifen, Thia ist ein schrulliger Sidekick und mit der knuffigen Kreatur Bud, die den beiden über den Weg läuft, heißt Disney die Reihe endgültig im Konzern willkommen.

Apropos Konzern: Thia und ihre baugleiche „Schwester“ Tessa sind Androiden des Weyland-Yutani-Konzerns, der Freunden des ALIEN-Franchise bestens bekannt ist.
Dass PREDATOR und ALIEN sich ein (Film-)Universum teilen ist kein Geheimnis und wurde schon vor den ALIEN VS. PREDATOR – Crossovers in einer Szene aus PREDATOR 2 deutlich, die den Schädel eines Xenomorphs zeigt.

Das Weyland-Yutani nun aber auch ganz unverhohlen in PREDATOR: BADLANDS sein Unwesen treibt, ist für die eigenständigen Filme neu.

Action statt Angst: Warum der Horror auf der Strecke bleibt

Die Frage ist jeweils, stört man sich daran? Kann man der familienfreundlicheren Ausrichtung des Films, bei dem Gewalt relativ sauber aussieht und vor allem Roboter sterben, sowie der zunehmenden Vermischung zweier Sci-Fi-Welten etwas abgewinnen oder sollen Predatoren lieber ihr eigenes und bitte blutiges Gemetzel machen?

Eine finale Antwort darauf wird jeder mit sich selbst aushandeln müssen. Fakt ist aber, dass der Film von bunten Schwertern und Larger-Than-Life-Action dominiert wird, die ganz entfernt auch STAR WARS- und Marvel-Vibes vermitteln.

Das ist schnell (auch wenn einige Male die gute alte Zeitlupe eingesetzt wird), da geht viel zu Bruch, das ist auch mal süß und Humor ist gestattet. Ein Gefühl von Bedrohung entsteht dabei aber nicht.
Kurz: es ist modern, an die breite Masse gerichtet, aber eben auch glatt und Gatekeeper werden es hassen.

Filmszene aus Predator: Badlands (2025)

Lässt man die lange Geschichte der Filmreihe aber außer Acht und freut sich sogar darüber, dass Zeit, Raum und Ausrichtung mal wieder eine andere sind, ist PREDATOR: BADLANDS nie blamabel und bringt nette Ideen mit.
Auch ist der Film sperrig genug, um Dek fortlaufend in seiner eigenen Sprache reden zu lassen. Untertitel-Lesen ist da leider nötig.

Fazit zu PREDATOR: BADLANDS

Weyland-Yutani hat das Weltall nicht von heute auf Morgen erobert und Disney hat den Predators wie man sie einst kannte mit PREY eine Gnadenfrist eingeräumt.
Wir wissen nicht, ob der nächste Output der Reihe wieder „back to the roots“ gehen wird, aber PREDATOR: BADLANDS fühlt sich definitiv wie ein Disney-Produkt an und das ist dabei schon deswegen gar nicht despektierlich gemeint, weil er tatsächlich Spaß macht (und Bud enorm süß ist).
Die großen Gesten und der visuelle Pathos sind aber – auf ihre Art – ebenso drüber wie damals Blain und seine Mini-Gun.

Hier kannst du PREDATOR: BADLANDS schauen

 

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