Review: THE LAST OF US (Pilotfilm) (2023)

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Redaktion: 9.0

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8/10 (1)

Darsteller: Pedro Pascal, Bella Ramsey, Nico Parker
Regie: Craig Mazin
Drehbuch: Craig Mazin, Neil Druckmann
Länge: 81 min
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Veröffentlichung: 16. Januar 2023 (Sky / Wow)

Wenn mit einer THE LAST OF US – Serie die Adaption eines der beliebtesten Games des letzten Jahrzehnts angekündigt wird, kann man schon mal die Luft anhalten. Denn – sagen wir wie es ist – Videospielverfilmungen sind meistens lausig und die Ausnahmen lassen sich an wenigen Fingern abzählen.
Entwarnung deutete sich direkt dadurch an, dass sich HBO der Sache annahm, von denen schon GAME OF THRONES, THE WIRE, DIE SOPRANOS oder CHERNOBYL kam.
Dass Craig Mazin, einer der kreativen Köpfe hinter CHERNOBYL, zusammen mit THE LAST OF US-Schöpfer Neil Druckmann die Fäden der Serie in der Hand hält, macht ebenfalls Hoffnung.

Doch am Ende zählt das Ergebnis und während die kommenden Wochen erst noch zeigen wie es weitergehen wird, macht zumindest der ca. 80minütige Pilotfilm einen klasse Eindruck.

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Worum geht es in THE LAST OF US?
Im Jahr 2003 veränderte sich die Welt für immer. Erst verhielten sich einige Menschen seltsam, doch binnen Stunden verwandeln sich viele in blutrünstige Bestien. Ausgelöst wurde all das von einem Pilz, der damit auf verheerende Weise das Leben auf der ganzen Erde beeinflusst.
20 Jahre später lebt Joel, der in jener schicksalshaften Nacht damals seine Tochter verlor, in Boston, wo er sich als Schmuggler über Wasser hält. Die Stadt wird von zwei rivalisierenden Gruppen geprägt: den regierungsähnlichen FEDRA und den Rebellen der Fireflies, was auch dann für Spannungen sorgt, wenn man die noch immer bestehende Gefahr durch den Pilz ausklammert, der noch immer das Leben der Bewohner prägt.
Joels Leben ändert sich erneut, als seine Partnerin Tess und er Ellie kennenlernen und das Mädchen aus der Stadt schmuggeln sollen.

the-last-of-us-serie kritik

THE LAST OF US behandelt seine Vorlage mit dem nötigen Respekt

Die erste Staffel von THE LAST OF US, wird der Story des ersten Spiels entsprechen und wer das gespielt hat, wird von der Inhaltsangabe wenig überrascht sein. Aber ist das gut? Will man das Gleiche noch mal durchleben, diesmal nicht einmal mit Controller bewaffnet, sondern zum untätigen Zuschauen verdammt?
Ja, denn zum einen bleibt eine gute Geschichte eine gute Geschichte, auch wenn man sie kennt, zum anderen variieren die Kollegen Mazin und Druckmann die Story gerade so viel, dass es auch für jemanden Neues zu entdecken gibt, der vor fünf Minuten erst die Konsole ausschaltete.

Das Offensichtliche ist dabei die Timeline, die kurz im Jahr 1968 ansetzt, wo in einer Talkshow ein Wissenschaftler von Pilzen berichtet, die kleine Lebewesen wie Ameisen „fernsteuern“ können. Mit dem Hinweis, dass eine steigende Erdtemperatur auch für den Menschen gefährliche Fungus-Mutationen auslösen könnte, wirft er düsteres Foreshadowing in Bezug auf Story und Klimawandel.
Der Großteil der Serie wird jedoch im Jahr 2023 spielen und damit 10 Jahre früher als das Spiel.

Ein anderes Detail, das der geneigte Gamer nicht kennt, sind Joels Nachbarn im Jahr 2003. Die alleine wären keine Erwähnung wert, wenn aber eine friedliche, demente Großmutter plötzlich neues Leben erfährt, kann das unheimlich werden.
Andere Sequenzen wirken inklusive Kameraführung 1:1 übernommen, aber darauf kommt es nicht unbedingt an. Wichtiger ist sicherlich, dass die Eckpunkte der Handlung vorhanden sind und noch wichtiger, dass die Atmosphäre des Spiels blieb.

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Trotz ein paar Freiheiten, die Eckpunkte stimmen

Boston ist hier kein schöner Ort. Dies ist auch kein fancy postapokalyptischer Funplace, wo die Überlebenden aussehen wie eine Band der 80er Jahre.  Die Menschen dort sind aus verschiedenen Gründen müde, niedergeschlagen und unzufrieden.

Auch wenn der Pilotfilm nach dem wilden Beginn im Jahr 2003 ruhiger weitermacht und den Figuren Platz gibt, deutet THE LAST OF US an, welche Formen des Schreckens uns in den nächsten Episoden erwarten werden.

Joel, gespielt von Pedro Pascal, ist optisch nah am Vorbild des Spiels und spielt seinen Part glaubwürdig. Ellie-Darstellerin Bella Ramsey ist äußerlich sicher nicht der erste Mensch, bei dem man an Ellie denkt, aber Glückwunsch an die Castingbeauftragten, denn Allerweltsgesichter gibt es wahrlich schon genug.

Fazit:
Wenn THE LAST OF US in diesem Stil weitermacht und die Balance aus Nähe zur Vorlage, frischen Ideen, Ernsthaftigkeit und Atmosphäre wahren kann, steht uns noch Großes bevor.

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