THE HUNTING WIVES (2025) | Serienkritik

The Hunting Wives: Poster
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 7.0

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Darsteller: Brittany Snow, Malin Akerman, Jaime Ray Newman, George Ferrier, Evan Jonigkeit
Regie: Jennifer Getzinger, Maggie Kiley, Cheryl Dunye
Drehbuch: Rebecca Perry Cutter, Benjamin Flores, Kayla Westergard-Dobson
Länge: 50 Minuten
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 02. Oktober 2025 (VOD)
Verleih/ Vertrieb: Magenta TV / Netflix

THE HUNTING WIVES ist eine Netflix-Serie, die mit Brittany Snow und Malin Akerman in den Hauptrollen, die ein Genremix aus Drama und Thriller ist. Das Potenzial für eine gute Serie ist da, denn die Handlung klingt vielversprechend: Eine Frau aus Boston zieht mit ihrer Familie nach Texas und trifft dort auf eine Clique scheinbar konservativer Frauen, durch die sie immer wieder ihre eigenen Werte hinterfragt.
Die zweite Staffel der Serie ist für November angekündigt und auch eine dritte Staffel ist bereits in Vorbereitung. Aber werfen wir erstmal einen Blick auf die Erste, die ihre Deutschlandpremiere noch bei Magenta TV hatte, nun aber auch auf Netflix zu sehen ist.

The Hunting Wives: Sophie lernt die Clique kennen

Inhalt von THE HUNTING WIVES

Sophie zieht mit Mann und Sohn nach Texas, um einen Neuanfang zu wagen. Dort lernt sie Margo, die Frau des Chefs von ihrem Mann, und ihre Freundinnen kennen. Trotz scheinbarer Differenzen in Werten versucht Sophie, sich in die Truppe einzufinden. Schnell lernt Sophie, dass einige der konservativen Werte zu oberflächlich gelebt werden und es hinter der glitzernden Fassade düstere Geheimnisse gibt.

Resümee zu THE HUNTING WIVES

Die Serie fängt vielversprechend genug an. Eine junge Familie wagt einen Neuanfang in einem anderen Bundesstaat und der Unterschied zwischen Boston und Maple Brooks, Texas, könnte nicht größer sein. Während Boston eine Hochburg der Demokraten ist, ist Texas eindeutig republikanisch geprägt und so landen Sophie und ihr Ehemann Graham unverhofft auf einem NRA-Fundraiser, der als Party von Grahams neuem Boss angekündigt war. Kurz darauf wird über illegale Immigranten hergezogen, weswegen alle guten Bürger im Besitz von Waffen sein sollten. Es mag klischeehaft sein, aber es funktioniert und lädt zum Weiterschauen ein.

The Hunting Wives: Sophie und Margo bei der Jagd

THE HUNTING WIVES ist eine dieser Serien, die man an einem Stück durchschauen kann, weil das Ende der jeweiligen Episode jedes Mal so spannend gestaltet ist, dass man unbedingt wissen muss, wie es weitergeht. Dabei ist die Geschichte nicht besonders clever, sondern einfach extrem unterhaltsam und teils etwas absurd. Beispielsweise scheint ein Charakter sämtliche Konflikte und Spannungen mit Sex zu lösen. Das macht oft keinen Sinn, ist absurd, aber irgendwie spannend zu verfolgen und zu sehen, zu welchem Zeitpunkt diese Strategie nicht mehr funktioniert. Es gibt dementsprechend eine Menge Sex zu sehen. Wer das nicht mag, sollte die Serie nicht schauen.

Die Handlung ist zwar wirklich unterhaltsam, aber nicht ganz neu. Intrigen und Tote in idyllisch wirkenden Städtchen hat es schon mit DESPERATE HOUSEWIVES gegeben und in SIRENS geht es um düstere Geheimnisse in wohlhabenden Familien. THE HUNTING WIVES basiert auf dem gleichnamigen Roman von May Cobb, die Serie unterscheidet sich in einigen Punkten allerdings deutlich von der Vorlage. Beispielsweise wird der Kriminalfall völlig anders gelöst, neue Personen werden eingeführt und die Beziehung zwischen Sophie und Margo hat eine sexuelle Komponente bekommen. Diese Änderungen erhöhen zwar den Unterhaltungsfaktor, aber man fragt sich auch, wie die Serie all diese losen Fäden am Ende zusammenführen will. Und da kommt die größte Schwäche von THE HUNTING WIVES zum Vorschein: Sie werden nicht zusammengeführt. Das Ende hinterlässt vieles ungeklärt und ist eindeutig auf eine weitere Staffel ausgelegt.

The Hunting Wives: Tontaubenschießen mit den Girls

Weiterer Kritikpunkt sind die Charakterentwicklungen. Im Fokus liegen eindeutig Sophie und Margo und beide sind keine ausgereiften Charaktere. So lässt sich Sophie immer sofort zu Dingen überreden, denen sie vorher eine starke Abneigung gegenüber hatte. Beispielsweise geht sie mit zur Wildschweinjagd und kauft sich vorher ein Jagdgewehr, obwohl sie vorher beides stark abgelehnt hat.
Margo hat etwas mehr Hintergrundgeschichte als Sophie, ist aber auch etwas schwach in der Charakterisierung. Sie ist recht undurchschaubar und laut Schauspielerin Malin Akerman ist ihre Rolle von Melania Trump inspiriert, was nicht verwundert, nachdem man ein paar Minuten von THE HUNTING WIVES gesehen hat.

Fazit zu THE HUNTING WIVES

Wer hier eine detailtreue Verfilmung des Romans erwartet, wird von der Adaption enttäuscht werden. Allerdings bietet THE HUNTING WIVES gute Unterhaltung, sofern man sich nicht von den eher schwachen Charakteren und ein paar losen Fäden in der Handlung abschrecken lässt. Zum Kopf ausschalten und genießen ist die erste Staffel definitiv geeignet.

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FAQ

Wer spielt mit in THE HUNTING WIVES?

Zur Besetzung gehören Brittany Snow als Sophie O’Neil und Malin Åkerman als Margo Banks. Weitere Rollen übernehmen unter anderem Dermot Mulroney, Evan Jonigkeit und Jaime Ray Newman.

Wird es eine zweite Staffel von THE HUNTING WIVES geben?

Netflix plant die Veröffentlichung der zweiten Staffel für den 26. November 2026. Auch eine dritte Staffel ist bereits in Arbeit.

Für wen lohnt sich THE HUNTING WIVES?

Die Serie lohnt sich für Fans von erotisch aufgeladenen Thrillern, dunklen Geheimnissen und Intrigen in der Welt der Reichen. Wer komplexe Kriminalfälle und realistische Figurenentwicklung erwartet, könnte dagegen enttäuscht werden.

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