Jack Finneys Geschichte DIE KÖRPERFRESSER KOMMEN aus dem Jahr 1954 wurde bereits mehrfach verfilmt: DIE DÄMONISCHEN (1956), DIE KÖRPERFRESSER KOMMEN (1978) und BODY SNATCHERS – DIE KÖRPERFRESSER (1993). INVASION aus dem Jahr 2007 reiht sich dort ein und versucht, der Geschichte einen eigenen Anstrich zu geben, indem ein paar Dinge anders erzählt werden.
Ob es sich lohnt, eine erneute Interpretation des Stoffs zu sehen, könnt ihr im folgenden Review lesen.
Inhalt von INVASION
Ein Space Shuttle stürzt auf die Erde und beim Eintritt in die Erdatmosphäre werden die Bruchstücke über einen enormen Radius innerhalb der Vereinigten Staaten verteilt. Auf den Bruchstücken ist ein außerirdischer Organismus zu finden, der sich schnell unter der Bevölkerung verteilt. Bald sind erste Veränderungen bei den Betroffenen zu bemerken. Die Psychiaterin Carol Bennell versucht in der zunehmend bedrohlichen Situation, ihren Sohn und sich selbst zu retten.
Resümee zu INVASION
INVASION ist ein älterer Film, immerhin beinahe 20 Jahre, und die merkt man ihm auch an. Das fängt mit dem Aussehen von Nicole Kidman an und endet bei den Spezialeffekten, die nun einmal in die Jahre gekommen wirken. Aber auch Filme mit einigen Jahren auf dem Buckel können gut sein, wenn man so an die Klassiker wie TANZ DER TEUFEL oder THE BLAIR WITCH PROJECT. Allerdings müssen sie dazu gut gemacht sein, und dabei hapert es bei INVASION teilweise.
Der Film fängt mit einer Szene voller Panik an und schafft es so direkt, Interesse zu wecken. Danach wird es erstmal etwas ruhiger und es gibt die Chance, die Hauptfigur, Carol Bennell, kennenzulernen. Diese arbeitet als Psychiaterin und ist nach der Trennung von ihrem Ehemann alleinerziehende Mutter. Die Romanvorlage und vorherige Verfilmungen der Geschichte hatten einen Mann als Protagonist, also haben wir hier die erste Änderung. Diese ist allerdings recht stimmig in die Geschichte eingewoben und das Geschlecht sollte ohnehin keinen großen Einfluss auf die Handlung haben.
Ein weiterer Unterschied ist die Art der Verbreitung der Aliens. INVASION setzt hier auf eine Art Pandemie, was sich von den vorherigen Interpretationen unterscheidet. Das Ganze ist spannend genug umgesetzt und ist im Großen und Ganzen unterhaltsam anzusehen.
INVASION hat definitiv ein paar interessante Ideen, beispielsweise dass die Übernahme der Körper anders als in den Vorgängern vonstattengeht, und es gibt ein paar wirklich spannende Szenen. Aber dazwischen gibt es einige Längen. Die Szenen zwischen Bennell und ihrem Freund Ben Driscoll, gespielt von Daniel Craig, sind langwierig und der Sohn von Bennell, Oliver, ist teils so anstrengend, dass man sich an DER BABADOOK erinnert fühlt. Der Streifen mit einer Laufzeit von 99 Minuten wirkt dadurch länger, als er eigentlich ist.
Fazit zu INVASION
Alles in allem ist INVASION ein eher mittelmäßiger Film. Die Idee, die Alieninvasion wie eine Pandemie zu gestalten, ist nicht schlecht, aber kann nicht vollends überzeugen. Es gibt keine großen Fehler, aber das Gesamtkonzept zündet nicht.
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FAQ
Basiert INVASION auf einer Buchvorlage?
Ja, INVASION basiert auf dem Science-Fiction-Roman DIE KÖRPERFRESSER KOMMEN von Jack Finney aus dem Jahr 1954. Der Film ist bereits die vierte Verfilmung der bekannten Geschichte.
Wer spielt in INVASION mit?
Die Hauptrollen spielen Nicole Kidman als Carol Bennell und Daniel Craig als Ben Driscoll. Außerdem sind Jeremy Northam, Jeffrey Wright und Jackson Bond in wichtigen Rollen zu sehen.
Ist INVASION sehenswert?
INVASION bietet eine interessante Grundidee und eine starke Besetzung mit Nicole Kidman und Daniel Craig, kann das Potenzial aber nicht vollständig ausschöpfen.










