CAPTAIN HOOK – THE CURSED TIDES (2025) | Filmkritik

Captain Hook - The Cursed Tides - offizielles Filmplakat
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 2.5

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1/10 (1)

Darsteller: Sean Cronin, Ewen Weatherburn, Cameron Ashplant, Richard Rowden, Destiny Viva
Regie: Lars Janssen
Drehbuch: J.M. Barrie
Länge: 90 min
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 23. Juli 2026 (Digital); 24. Juli 2026 (DVD + BD)
Verleih/ Vertrieb: Lighthouse
FSK: ab 16

Schon der Titel lässt es erahnen: CAPTAIN HOOK – THE CURSED TIDES spielt im goldenen Zeitalter der Freibeuter und Piraten, nutzt aber auch Horror-Anteile.
Piraten und Horror? Viel Glück bei der Suche. Zwar gibt es einige wenige Filme bei denen unheimliche Seeleute in der Moderne aufkreuzen (THE FOG und FREIBEUTER DES TODES), will man aber echte Seeräuber zur „Piratenzeit“ des 17. und 18. Jahrhunderts, bleibt neben den familienfreundlichen FLUCH DER KARIBIK – Filmen kaum was übrig.
Ob CAPTAIN HOOK die Antwort ist?

Die Handlung von CAPTAIN HOOK – THE CURSED TIDES

Als der Kapitän mit seiner Besatzung eine feindliche Festung überfallen will, kommt es zum blutigen Gefecht, bei dem er nicht nur seine Besatzung, sondern auch eine Hand verliert.
Nach kurzer Gefangenschaft kann er entkommen und erhält Hilfe von Inselbewohner Silas. Gemeinsam wollen sie sich dem fiesen Anführer Smee stellen, der Jagd auf Hook macht.

The Cursed Tides - Captain Hook auf dem Schiff

Falls CAPTAIN HOOK einen besonderen Bezug zu realen Piraten und/oder der PETER PAN – Geschichte aufweist, wäre es mir entgangen. Zwar ist Smee bei PETER PAN der 1. Offizier, hier stehen aber beide auf unterschiedlichen Seiten. Tiefere Recherche kann man sich mit kurzem Blick auf den Film aber sparen, denn der hat sich auch ziemlich viel gespart.

Vor allem am Drehbuch, denn hier passiert kaum etwas und wenn doch geizt das Werk mit Zusammenhängen. Hier scheint zwischen Szene 1 und Szene 3 immer wieder das Mittelstück abhanden gekommen zu sein und dass nicht etwa aufgrund von Zensurschnitten, sondern….ja, warum eigentlich?

Was die Location besser macht als der Film

Was dafür im Überfluss vorhanden ist, ist Musik. Die dudelt die knapp anderthalb Stunden fast ohne Pause und meist auch ohne Sinn. Da fiedelt es auch dann dramatisch, wenn gar nichts los ist.
Kämpfe gibt es aber einige. Mit Musketen, mit Schwertern, mit Kanonen. Aber die Duelle sind auf Laienniveau, wohingegen computergenerierte Kanonenkugeln so gar nicht beeindrucken.

Dass sich der Arm des Captains nach Abschlagen seiner Hand auf wundersame Weise verlängert, kennt man selbst aus besseren Filmen, die läppische Art und Weise, wie später der Haken angebracht wird, ist aber allemal witzig.

Captain Hook mit blutender Wunde an der Hand

Es mag sich zwar eindrucksvoll lesen, dass Smee-Darsteller Sean Cronin in je einem der MISSION IMPOSSIBLE – Filme oder HARRY POTTER – Filme mitspielte, seine Rollen waren aber winzig. Etwas mehr Screentime hatte er immerhin in THE SEASONING HOUSE. In Anbetracht der Tatsache, wie billig CAPTAIN HOOK insgesamt wirkt und dass Cronin die Schauspielerei offenbar eher als Nebenerwerb betreibt, macht er seine Arbeit (wie auch Richard Rowden als Hook) aber passabel.

Das kann man über die Kameraarbeit nicht sagen, die entweder Schieflage hat oder durch störendes Gewackel auffällt. Zwar gibt man sich hier und da Mühe und baut ein paar Luftaufnahmen ein, allerdings sind Drohnen heutzutage auch keine Besonderheit mehr.

Piraten und Horror: Ein seltenes Genre

Wer sich fragt, wo eigentlich der Horror bleibt, den muss man tatsächlich mit der Lupe suchen. Zwar spritzt hier und da Blut, bis es übersinnlich wird vergeht aber etwa eine Stunde. Dann beschließen Hook und Silas dunkle Mächte zu bemühen, um den rachsüchtigen Smee zu stoppen.

Die folgende Sequenz wirkt abermals unfertig und plötzlich ist dann eine Kreatur da, die die beiden kurz unterstützt. Das Creature Design ist gar nicht übel, am Ende muss es aber dann doch mit menschlicher Kraft gehen.

Captain Hook - Sean Cronin als Admiral Smee mit Pistole

Gedreht wurde CAPTAIN HOOK auf den Kanalinseln zwischen England und Frankreich auf Castle Cornet und auch wenn dem Ergebnis anzumerken ist, dass es die vorhandenen Locations einfach nur mitnimmt, statt diese gekonnt in Szene zu setzen, ist die Mischung aus altem Gemäuer und Meer natürlich passend.

Also ja, immer wieder flackern positive Aspekte auf, diese köcheln aber von vorn herein auf Sparflamme und werden durch Budget-Limits, Skript-Chaos oder Unvermögen rasch ausgepustet.

Fazit zu CAPTAIN HOOK – THE CURSED TIDES

Man muss dem Streifen zugutehalten, dass er bei allen Defiziten nicht unsympathisch wirkt, aber auch nicht trashig genug ist, um darüber Entertainment zu ziehen. Der permanente Musikeinsatz zerrt zusätzlich an den Nerven, wohingegen nervenzerrende Spannung gänzlich fehlt.
Trauriges Alleinstellungsmerkmal ist jedoch das wilde Aneinanderreihen von Szenen bzw. Auslassen von erläuternden Bindestücken, sodass selbst diese simple Story nur mühsam verstanden werden kann.

Wenn CAPTAIN HOOK etwas Gutes hat, dann dass er anderen Filmemachern, die gerade unverbrauchten Stoff suchen, als Inspiration für weitere Piraten-Horrorfilme dienen könnte.
Die gehen aber hoffentlich professioneller ran.

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FAQ

Wer hat CAPTAIN HOOK - THE CURSED TIDES inszeniert?

Regie führte der niederländische Filmemacher Lars Janssen, der seit einigen Jahren auf der Kanalinsel Guernsey lebt und dort seine Produktionsfirma Rêvasser Films betreibt. CAPTAIN HOOK - THE CURSED TIDES ist sein erster international veröffentlichter Spielfilm.

Wo wurde CAPTAIN HOOK - THE CURSED TIDES gedreht?

Der Film entstand auf der Kanalinsel Guernsey. Als Location diente unter anderem Castle Cornet – der erste Spielfilm dort seit François Truffauts L'HISTOIRE D'ADÈLE H. von 1975.

Warum wurde die Figur Captain Hook für einen Horrorfilm gewählt?

Piraten sind im Horror-Genre selten. Bekannte Werke wie THE FOG oder FREIBEUTER DES TODES spielen in der Moderne. Regisseur Lars Janssen nutzt mit Captain Hook eine bekannte Figur des goldenen Piratenzeitalters, um die Lücke zwischen Piratenfilm und Horror zu schließen.

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