LOOP TRACK ist eine Low-Budget-Produktion aus Neuseeland. Aus Neuseeland dürften vor allem Peter Jacksons Filme BRAINDEAD, BAD TASTE oder die Trilogie DER HERR DER RINGE bekannt sein. Aber auch Filme wie BLACK SHEEP oder HOUSEBOUND stammen von der Insel.
Bei LOOP TRACK übernimmt Thomas Sainsbury die Funktionen als Regisseur, Drehbuchautor und Hauptrolle, was nicht unbedingt ein gutes Zeichen ist, denn die wenigsten Leute beherrschen wirklich alle drei Dinge gut. Immerhin hat Sainsbury bereits in allen Bereichen Erfahrungen gesammelt und hatte beispielsweise eine kleine Rolle in GUNS AKIMBO. Gehen wir also offen an die Sache ran und das Ergebnis könnt ihr in unserem Review lesen.
Inhalt von LOOP TRACK
Der sozial extrem unsichere Ian macht sich auf, einen der wunderschönen Wanderwege in Neuseeland entlang zu wandern. Er sehnt sich nach Einsamkeit und versucht, anderen Wandernden aus dem Weg zu gehen, wobei er nicht sehr erfolgreich ist. Schnell bekommt er das Gefühl, dass sich in den dichten Wäldern etwas Böses versteckt und es auf ihn und seine unfreiwillige Begleitung abgesehen hat. Bald stellt sich die Frage, was Realität und was Einbildung ist.
Resümee zu LOOP TRACK
LOOP TRACK ist ein langsamer Film. Wer Lust auf einen actionreichen Film mit viel Spannung hat, sollte lieber einen Bogen um den Streifen machen. Es dauert etwa Dreiviertel der Laufzeit von 94 Minuten, bis wirklich etwas passiert. Und was passiert in der Zeit davor? Man kann Ians Unsicherheiten in ihren vielen Facetten sehen. So versteckt er sich beispielsweise recht früh in der Handlung vor anderen Wandernden in einem Busch oder versucht, sich abseits des Pfads an ihnen vorbeizuschleichen. Das dürfte für viele ziemlich befremdlich zu sehen sein und sorgt dafür, dass man den Hauptcharakter zwar näher kennenlernt, ihn aber auch als sonderbar einstuft. Was allerdings ganz hervorragend klappt, ist, dass man sich relativ schnell beim Beobachten von Ian so unwohl fühlt, wie er sich selbst auch zu fühlen scheint. Das könnte aber für viele eher als Argument dienen, LOOP TRACK nicht zu schauen.
Die Ängste von Ian steigern sich langsam. Während er zunächst hauptsächlich versucht, allein zu bleiben, sieht er bald Schatten zwischen den Bäumen und vermutet später auch, dass sich unter den Wandernden ein mordlustiges Monster befindet. Diese Steigerung ist recht glaubwürdig umgesetzt, allerdings nimmt sie sehr viel Zeit in LOOP TRACK ein und viele Horrorfans dürften sich statt einer psychologischen Studie etwas mehr Action wünschen.
Wenn es dann endlich zum großen Finale kommt, ist die Auflösung des Rätsels um die Gefahr im Wald doch einigermaßen originell und dürfte somit einige überraschen. Sicher ist sie nicht komplett neu, aber das ist ohnehin schwierig.
Pluspunkt ist hier definitiv, dass LOOP TRACK nicht mit CGI arbeitet, sondern auf handgemachte Effekte setzt. Das mag am niedrigen Budget liegen, aber es gibt dem Streifen doch einiges an Charme und lässt über etwaige Laienhaftigkeit etwas hinwegsehen.
Zusammengefasst ist LOOP TRACK definitiv kein Meisterwerk und hat eindeutig seine Längen. Es dauert zu lang, bis wirklich etwas passiert. Zum Finale hin kommt dann aber doch mal wirkliche Spannung auf und die Auflösung hat durchaus ihren Charme, aber einige haben wahrscheinlich vorher schon abgeschaltet.









