WATCHERS – GNADENLOS GEJAGT (1988) | Filmkritik

watchers - gnadenlos gejagt filmkritik
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 5.0

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Darsteller: Corey Haim, Michael Ironside, Christopher Cary
Regie: Jon Hess
Drehbuch: Bill Freed, Damian Lee
Länge: 86 min
Land:
Genre:
Veröffentlichung: 4. Mai 1989
FSK: ab 18

In WATCHERS – GNADENLOS GEJAGT zeigte sich Schauspieler Corey Haim zwei Jahre nach DER WERWOLF VON TARKER MILLS erneut in einem Horrorfilm, der auf einer Vorlage eines renommierten Grusel-Autors basiert. Doch während man weit über die Stadtgrenze von Tarker Mills hinaus bis heute über die Werwolfangriffe spricht, ging WATCHERS im Rauschen der vielen, vielen nachrückenden Horrorfilme weitestgehend unter.  Und das obwohl er drei Fortsetzungen nach sich zog.
Zurecht?

Wovon handelt WATCHERS – GNADENLOSE JAGD?

Als sich in einer Forschungseinrichtung eine Explosion ereignet, können zwei Lebewesen entkommen. Das eine ist ein scheinbar gewöhnlicher Golden Retriever, der aber über ein ungewöhnlich hohes Maß an Intelligenz verfügt, das andere eine als OXCOM bezeichnete Kreatur, die den Hund jagt und auch jeden anderen tötet, auf den sie trifft.
Der Hund kommt bei Teenager Travis unter, dessen Freundin zuvor von OXCOM angegriffen wurde und der nun auch selbst in Gefahr gerät. Auch, weil ihnen zwei Agenten auf den Fersen sind.

watchers haim rezension

Es ist kaum zu glauben, aber Dean Koontz hat mehr Bücher verkauft als Stephen King. Beide sind etwa im gleichen Alter, haben etwa zur gleichen Zeit angefangen und sind Vielschreiber, aber während Koontz auf rund 500 Millionen verkaufte Exemplare kommt, schaffte King bisher „nur“ 400 Millionen.
Ich hätte ein hübsche Summe darauf gewettet, dass es umgekehrt ist, zumal King durch die vielen Verfilmungen präsenter wirkt, allerdings ist Koontz‘ Schreibstil leichter verdaulich.

Dean Koontz mag keine schlechten Adaptionen

Erstaunlich ist aber auch deswegen, dass vergleichsweise wenige seiner Romane für Film und Fernsehen adaptiert wurden. Der Grund liegt mitunter allerdings schlicht in der Tatsache, dass er lieber keine als eine schlechte Umsetzung seiner Filme sehen wollte und daher oftmals die Rechtefreigabe verweigerte.

watchers review 1988

Und das bringt uns zurück zu WATCHERS, dem Film, dessen Vorlage zu Dean Koontz erfolgreichsten Werken zählt, aber nur noch im Ansatz zu erkennen ist.
Der Romanautor dürfte sich gewundert haben, dass seine Hauptfigur, ein ehemaliger Elitesoldat, nun zu einem normalen Teenie wurde und seine Partnerin zu seiner Mutter wurde.

Mit diesem Wissen im Rücken fällt tatsächlich auf, dass Travis und seine Mutter in einigen Szenen zwar keine romantische Beziehung, aber eben auch kein übliches Mutter-Kind-Verhältnis pflegen.

Das ist für Nicht-Leser aber nicht weiter tragisch und natürlich nimmt sich so ziemlich jeder Film Freiheiten gegenüber der Vorlage, sodass auch weitere Details geändert wurden oder schlicht verschwanden.

Schreibende Hunde…in den 80ern normal

Die Frage ist aber, wie viel man streichen kann, bevor man eine simplifizierte B-Film-Adaption erhält und diese Grenze ist bei WATCHERS überschritten.
Damit keine Missverständnisse aufkommen: der Film bewegt sich auf Linie mit zahlreichen 80er-Produktionen, die Mischung aus Monster-Slasher, Ermittlerarbeit und Teenage-Zeitgeist geht für Nostalgiker auch sicher in Ordnung, aber obwohl hier ein Hund eine Computertastatur bedient und die beiden Wesen auf telepathische Weise verknüpft sind, hat man nicht den Eindruck etwas Besonderes zu sehen.

watchers 1988 ironside

Die Gewalt ist zweifelsohne ansehnlich, aber Haim war seinerzeit mehr Teenieschwarm als großer Schauspieler und auch ein Michael Ironside (STARSHIP TROOPERS) wirkt nicht allzu engagiert.
Und wenn deine Hauptfiguren dir das Gefühl vermitteln, nur einen weiteren Tag im Büro zu verbringen, kann dann auch selten ein Gefühl großer Bedrohung entstehen.

Dass hieraus ein ganzes Franchise mit vier Filmen in weiter abnehmender Qualität entstand, ist auf unschöne Weise bemerkenswert, aber da kann Kollege Stephen King ja ein Lied singen, wenn wir mal an die unsägliche KINDER DES ZORNS – Reihe denken.

Fazit zu WATCHERS

Unterm Strich ist WATCHERS angesichts seiner Entstehungszeit, dem Nostalgiefaktor, der doch originellen Ausgangslage und ansehnlichen Goreszenen doch ok, mehr aber nicht.
Zähl meinetwegen noch nen halben Punkt dazu, weil der Hund sooo knuffig ist….

Hier kannst du WATCHERS sehen

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