Review: SHARK BAIT (2022)

shark bait rezension 2022
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 5.0

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5/10 (2)

Darsteller: Holly Earl, Jack Trueman, Catherine Hanney
Regie: James Nunn
Drehbuch: Nick Saltrese
Länge: 93 min
Land: ,
Genre:
Veröffentlichung: 09. September 2022 (Heimkino)
Verleih/ Vertrieb: Leonine
FSK: ab 16

Haifilme. Es gibt sie wie Sand am Meer und die Wahrscheinlichkeit einen wirklich guten zu finden, ist so groß wie am Strand auf einen Diamanten zu stoßen.
Doch während nicht jeder Filmemacher der junge Spielberg ist, ist auch nicht jedes Exemplar ein SHARKNADO.
Daher haben wir mal geschaut, was SHARK BAIT so zu bieten hat.

Worum geht es in SHARK BAIT?
Spring Break in Mexiko.
5 Freunde feiern ausgelassen am Strand bis die Sonne aufgeht und als dann 2 Jetskis einladend herumstehen, beschließen die Touris eine Spritztour zu unternehmen. Doof nur, dass die Geräte gestohlen sind, niemand weiß wo sie sind und man weit vor der Küste kollidiert. Hässliche Knochenbrüche sind da noch das kleinste Übel, denn das ins Wasser tropfende Blut lockt einen großen Hai an.

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Auf Reisen mit Unsympathen

Sonne, Strand und Meer? Das kommt im nasskalten deutschen Winter gerade recht und warum sollte man nicht gutgebauten jungen Menschen beim Trinken zusehen?
Nach extrem kurzer Zeit und schon am Vorabend des Unfalls wächst aber der Wunsch, der Hai möge bereits früher zuschlagen, um die nervige Truppe zu dezimieren.
Da haben wir drei College-Bros, die nicht so aussehen, als würden sie zusammen in den Urlaub fahren und zwei junge Damen, von denen eine (Nat) etwas zurückhaltender wirkt als der Rest der Truppe. Jeder, der mehr als drei Filme im Leben gesehen hat, weiß, dass sie das Final Girl ist.

Während die Party People lustig sind, nimmt sie sich dann auch die Zeit mit einem einheimischen Bettler zu sprechen, der ihr in unheilvoller Weise klar macht, dass ein Hai seine Beine fraß.
Hat euch je ein Bettler ungefragt seine Story ins Ohr gedrückt? Muss man so dick auftragen?

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Seis drum, die Rollen sind abgesteckt und ein paar Filmminuten später beginnt der Jetski-Fun. Nat muss natürlich noch überzeugt werden, aber da hockt der johlende Rest schon im Wasser.

Der Unfall selbst ist dann aber ansprechend in Szene gesetzt und auch die Minuten danach gehen klar. Haie sind zunächst kein Thema, irgendwo auf einem defekten Jetski im Ozean zu treiben, klingt aber so oder so glaubhaft bedrohlich.
Aber der Bettler hätte seine Geschichte nicht erzählt und der Film würde nicht SHARK BAIT heißen, wenn der Hai nicht bald auftauchen würde.
Damit ist quasi die gleiche Situation gegeben wie in THE SHALLOWS und neben dem „großen Weißen“ spielen Sonne und Verletzungen eine Rolle.

Obacht, der folgende Absatz enthält SPOILER:
Offensichtlich ist es inzwischen modern, dass in Extremsituationen Seitensprünge aufgedeckt werden. Das kennt man aus THE DESCENT, zuletzt in FALL und auch in SHARK BAIT findet Nat heraus, dass ihr Freund was mit ihrer besten Freundin hatte. Dass die drei in dem Moment gemeinsam auf dem Jetski hocken, verbessert die Lage nicht eben, aber mal ehrlich, spielt das wirklich in diesem Augenblick eine Rolle?

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SHARK BAIT = Schema F

Der Hai nähert sich anfangs noch dezent und fast so schüchtern wie Nat der Gruppe, irgendwann scheinen die Produzenten aber entschieden zu haben, dass mehr fürs Auge geboten werden muss und so sehen wir wie das Tier selbst dann aus dem Wasser springt, wenn seine Beute IM Wasser treibt.

Andererseits muss man sagen, dass Filme dieser Machart schon deutlich schlechter inszeniert wurden. Auch hier ist FALL zu nennen, der zwar einerseits hochspannend war, andererseits aber dämliche Plotpoints verkaufen wollte.

Natürlich werden wir euch keine Details nennen, aber man kann sich ausmalen, dass nicht alle der wenig sympathischen Urlauber wieder daheim ankommen. Dass dann aber noch selbstopfernder, zuckersüßer Pathos ins Spiel kommt und man wie in THE SHALLOWS so tut als könnten Menschen Haien nicht nur davonschwimmen, sondern sich diese sich auch noch aufspießen oder steckenbleiben, zeugt nicht nur von Überheblichkeit, es passt auch nicht zum vorher klugen Raubtier und weist den Skriptwriter als Schwachmaten aus.

Was womöglich alles sehr negativ klingt, ist weniger abwertend gemeint. Sicherlich ist SHARK BAIT keine Meisterleistung, sondern folgt Schema F und verfügt über uninteressante bis unsympathische Figuren. Es ist aber kein Film, bei dem man permanent den Fernseher anschreit oder vor Langeweile wegnickt.
Wenn man also ein Mensch ohne Ansprüche ist, lässt sich der Film gut sehen und ist nach 15min wieder vergessen.

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