Review: THE REQUIN – DER HAI (2022)

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BEWERTUNGEN:
Redaktion: 2.0

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4.5/10 (8)

Darsteller: Alicia Silverstone, James Tupper
Regie: Le-Van Kiet
Drehbuch: Le-Van Kiet
Länge: 89 Minuten
Land:
Genre:
Veröffentlichung: 21.04.2022 (VOD)
Verleih/ Vertrieb: Leonine
FSK: ab 16

Haifilme gibt es mittlerweile wie Muscheln am Meer und genau wie nicht jede Muschel schön ist, ist nicht jeder Haifilm sehenswert. In der schieren Massen an Horrorfilmen mit den schnappigen Knorpelfischen ist es nicht immer leicht die Guten (DER WEISSE HAI) von den unterirdisch Schlechten (THE REEF: STALKED) zu unterscheiden und deswegen wollen wir von Thrill & Kill euch ein wenig dabei helfen.

Dieses Mal nehmen wir THE REQUIN – DER HAI etwas genauer unter die Lupe. Der Film vom vietnamiesischen Regisseur Le-Van Kiet wurde mit schmalen Budget gedreht und hat Alicia Silverstone in einer Hauptrolle, was auf den ersten Blick nicht ganz zusammenpassen will.

Inhalt von THE REQUIN – DER HAI

Nach einem traumatischen Erlebnis versuchen Jaelyn und Kyle ihre Ehe während eines Urlaubs in Vietnam zu kitten. Während eines heftigen Sturms wird ihr Wasserbungalow auf das offene Meer gespült. Die beiden versuchen auf dem Wasser zu überleben und hoffen auf Rettung, müssen sich aber bald gegen Angriffe aus dem Wasser wehren.

The Requin - Das Ehepaar treibt im Wasser

Resümee zu THE REQUIN – DER HAI

THE REQUIN – DER HAI ist einer dieser Filme, von denen man eigentlich nicht viel erwartet und am Ende trotzdem noch enttäuscht wird. Aber fangen wir von vorne an: Der Titel (Requin bedeutet auf französisch übrigens Hai) lässt vermuten, dass es sich um einen Survival-Thriller handelt in dem die Eheleute von einem blutrünstigen Hai attackiert werden, etwa in Richtung wie THE SHALLOWS. Zu einem gewissen Maß stimmt das auch, allerdings setzt der Haiterror erst nach einer Laufzeit von etwa 60 Minuten ein.

Was passiert davor? Nun, zunächst gibt es ein paar schöne Aufnahmen von vietnamesischen Landschaften und man lernt das Ehepaar ein wenig kennen. Ziemlich schnell ist klar, dass die beiden ein traumatisches Erlebnis hatten, was Jaelyn aber offenbar mehr mitgenommen hat als Kyle. Soweit, so gut. Nachdem sie vom Land wegtreiben und sich auf dem offenen Meer wiederfinden, ziehen sich die Minuten nur so dahin. Jaelyn ist mehr oder minder durchgänging am jammern, während Kyle bewusstlos und nutzlos rumliegt. Zwischendrin haben sie ziemlich absurde Ideen, um auf sich aufmerksam zu machen und verschlimmern ihre Situation. Leider sind die beiden einer so egal, dass man eigentlich auf die erste Haiflosse wartet, damit endlich ein wenig Spannung in die Handlung kommt.

The Requin - Der Hai greift an

Die Haie sind allerdings ein Problem für sich. Das Budget für den Film war mit etwa 8,5 Million $ nicht besonders groß und ist eventuell zu großen Teilen in die Gage für Alicia Silverstone, die hierfür übrigens für die Goldene Himbeere nominiert wurde, und einen sehr großen Greenscreen geflossen. Denn die meiste Zeit wirkt alles in dem Film unecht. Das im Wasser treibende Häuschen wirkt wie auf das Meer geklebt, der Hintergrund sieht in jeder Szene seltsam künstlich aus und die Haie wirken wie aus einem Computerspiel der frühen 2000er.

Hinzu kommt dann beispielsweise, dass Joelyn in gefühlt knöcheltiefem Wasser von einem der Haie in den Oberschenkel gebissen wird, obwohl das Wasser eigentlich für die Größe des Tiers zu niedrig ist. Logikfehler sind in dieser Art von Filmen immer zu finden, aber sie sollten doch nicht zu offensichtlich sein damit zumindest die Illusion von einer Bedrohung entstehen kann.

THE REQUIN – DER HAI ist definitiv einer der Haifilme, um die man lieber einen großen Bogen macht. Die Handlung ist zu großem Teil langweilig und hat diverse Logikfehler, die Haie sehen extrem unecht aus und dafür ist die Laufzeit von 99 Minuten einfach zu lang.

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