Review: THE WOMAN IN CABIN 10 (2025)

The Woman in Cabin 10: Poster
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 5.5

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4/10 (1)

Darsteller: Keira Knightley, Guy Pearce, David Ajala, Lisa Loven Kongsli
Regie: Simon Stone
Drehbuch: Joe Shrapnel, Anna Waterhouse, Simon Stone
Länge: 92 Minuten
Land: ,
Genre:
Veröffentlichung: 10.10.2015
Verleih/ Vertrieb: Netflix
FSK: ab 16

THE WOMAN IN CABIN 10 ist im Grunde genommen eine Mischung aus Murder Mystery à la Agatha Christie und BELOW DECK mit teils hochkarätiger Besetzung. Netflix konnte für die Verfilmung vom gleichnamigen Roman Keira Knightley (SILENT NIGHT) und Guy Pearce (THE BRUTALIST, MEMENTO) für die Hauptrollen verpflichten, überließ die Regie mit Simon Stone jedoch einem recht unerfahrenen Regisseur.
Die Geschichte an sich ist bis auf den Handlungsort nicht sonderlich neu, aber bewährte Ideen sind nicht umsonst bewährte Ideen und können immer wieder für gelungene Unterhaltung sorgen. Gehen wir also an Bord der Aurora Borealis und werfen einen näheren Blick auf THE WOMAN IN CABIN 10.

The Woman in Cabin 10: Laura an Deck

Inhalt von THE WOMAN IN CABIN 10

Die Journalistin Laura Backlock wird eingeladen, auf einer Superyacht von England nach Norwegen zu reisen und einen Artikel über die Reise zu schreiben, auf der sie hauptsächlich Superreiche begleitet, die einer schwerkranken Freundin eine letzte Freude machen wollen. In der ersten Nacht an Bord wird sie Zeugin, wie jemand in das kalte Wasser geworfen wird, aber nachdem nach einer Suche niemand gefunden wird und auch niemand vom Schiff vermisst wird, zweifeln die Leute an Lauras Erlebnis. Die Journalistin ist jedoch überzeugt, dass sie einen Mord gesehen hat, und beginnt, auf eigene Faust zu recherchieren.

Resümee zu THE WOMAN IN CABIN 10

Ein kleiner Funfact zu Beginn: Der Film wurde auf der Superyacht Savannah gedreht und dort gibt es tatsächlich nur sechs Suiten für Gäste, so dass es gar keine Kabine 10 gibt.
Da große Teile von THE WOMAN IN CABIN 10 tatsächlich auf dem Schiff gedreht wurden, wenn auch mit leichten Abweichungen, denn die echte Yacht hat keine Balkone an den einzelnen Kabinen, ist das Setting wirklich schön. Durch den Drehort kann man sich in die luxuriöse Welt der Passagiere gut einfühlen und es gibt definitiv Sympathiepunkte für Laura, wenn sie sich mit den Gegebenheiten auf so einer Superyacht nicht auskennt – beispielsweise, dass es üblich ist, dass das Gepäck vom Personal ausgepackt wird. Im späteren Verlauf der Geschichte kommt die Aurora Borealis in Norwegen an und es gibt wirklich schöne Aufnahmen von der norwegischen Landschaft rund um den Fjord.

The Woman in Cabin 10: Laura im Gang

Auch gelungen ist die Atmosphäre in THE WOMAN IN CABIN 10. Während in den ersten Minuten etwas Aufbruchsstimmung ist – immerhin geht es auf eine Reise – verwandelt sich diese spätestens nach dem nächtlichen Vorfall in eine eher mysteriöse Stimmung. Man beginnt, sich zu fragen, was Laura wirklich in der Nacht gesehen hat und was womöglich eine Folge ihres eigenen Traumas ist, und genau mit dieser Frage wird den größten Teil der 92 Minuten Laufzeit gespielt. Dabei wird die Spannung meist gehalten, auch wenn die Handlung sich zunehmend verirrt.

Das Grundgerüst von THE WOMAN IN CABIN 10 ist stabil: Die Besetzung ist gut, das Set sieht gut aus und auch die Kameraarbeit kann überzeugen, aber leider hapert es an der Handlung. Sie ist nicht sonderlich innovativ, wahrscheinlich haben wir alle schon Filme gesehen, in denen der Protagonistin nicht geglaubt wird und alles auf eine mögliche psychische Erkrankung oder eben Überlastung geschoben wird. Das an sich wäre nicht schlimm, wenn zum Ende hin nicht die Absurdität überhandnehmen würde. Die Auflösung wirkt dermaßen an den Haaren herbeigezogen und man fragt sich, wie jemand das für einen guten Schluss halten konnte. Aber auch bereits vor dem großen Finale stellen sich Fragen zur Handlung, beispielsweise, wieso sich eine Investigativjournalistin, die immerhin vom Beruf her mit aufregenden Dingen konfrontiert wird, so schnell aus der Ruhe bringen lässt und wie ein Fall für die Psychiatrie wirkt.

THE WOMAN IN CABIN 10 ist kein totaler Ausfall, immerhin gibt es schöne Bilder und die meiste Zeit wird die aufgebaute Spannung gehalten. Allerdings kann die Auflösung nicht überzeugen und es gibt diverse Logikfehler. Für einen Abend mit seichter, aber spannender Unterhaltung ist das Werk geeignet, für mehr allerdings auch nicht.

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