KILLING FAITH (2025) | Filmkritik

killing faith (2025) - offizielles filmposter
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 7.0

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Darsteller: Guy Pearce, DeWanda Wise, Bill Pullman, Raoul Max Trujillo, Ryan de Quintal
Regie: Ned Crowley
Drehbuch: Ned Crowley
Länge: 108 min
Land: ,
Genre: ,
Veröffentlichung: 14. Mai 2026 (Digital); 28. Mai 2026 (DVD+BD)
Verleih/ Vertrieb: Capelight
FSK: ab 16

KILLING FAITH ist ein Western und Guy Pearce mag Western.
In seiner langen Karriere spielte der in England geborene und Australien aufgewachsene Schauspieler schon in RAVENOUS, THE PROPOSITION und BRIMSTONE und überzeugte darüber hinaus in allen Genres von MEMENTO, über L.A. CONFIDENTAL bis THE HURT LOCKER.

In letzter Zeit mischten sich allerdings ein paar Wolken an den sonnigen Karrierehimmel. Pearce fiel mit einigen kruden Aussagen auf und seit dem öden THE SEVENTH DAY oder dem uninspirierten SUNRISE fragt man sich, ob ein Mel Gibson-artiger Abstieg bevorsteht.

Allerdings erhielt Pearce für THE BRUTALIST kürzlich eine Oscar-Nominierung und KILLING FAITH mag zwar kein „großer“ Film sein, gibt aber Hoffnung (auch für Pearce).

Die Handlung von KILLING FAITH

Wir schreiben das Jahr 1849.
Sarah ist eine befreite Sklavin, die alleine mit ihrer weißen Tochter lebt. Das kleine Mädchen trägt immer Handschuhe, denn ihre Hände können töten. Sarah denkt, dass die Kleine besessen ist und will sie mit der Hilfe eines verwitweten Arztes zu einem einige Tagesreisen entfernten Wunderheiler bringen. Doch nicht nur die Menschen in ihrem Umfeld sind schlecht auf Mutter und Kind zu sprechen, auch die Reise ist beschwerlich und gefährlich.

killing faith (2025) - guy pearce als bender will sich von den ketten befreien

KILLING FAITH ist ein Film, den ihr vermutlich eines Tages in unseren Unterbewerte Filme – Listen finden werdet und die Gründe liegen wie so oft darin, dass er zwar zu 100% in einem Western-Setting stattfindet, aber übernatürliche Elemente enthält. Dazu kommt, dass sich leiser Humor, längere Dialoge und heftige Gewaltspitzen die Klinke in die Hand geben, ohne dass eine der Zutaten dominiert.

Warum KILLING FAITH an BONE TOMAHAWK erinnert

Anders formuliert: kein Film nach Schema F, aber wo Kleingeister aussteigen sollten Filmfans eine Chance sehen.
Sollte man nur ein vergleichbares Werk nennen, so fiele die Wahl auf BONE TOMAHAWK, der zwar das Übersinnliche außenvor ließ, aber ebenfalls als oft ruhiger Western-„Roadtrip“ mit hässlicher Gewalt funktionierte.

killing faith (2025) - die befreite sklavin sarah mit einem gewehr

KILLING FAITH mag man vorwerfen, dass Ned Crowley, der als Regisseur, Autor und Produzent fungiert, seinen Figuren fast schon zu viel Biografie mitgibt.
Schon das Haupttrio
-befreite Sklavin
-Mädchen mit Mörderhänden
-schicksalsgebeutelter Witwer mit Drogenproblem
hätten für ein Drehbuch gereicht.

Aber die drei treffen auf eine Reihe skurriler Charaktere, die von einem idiotischen Teenager, der die Wüste auf dem Fahrrad durchquert, über einen skalpierten Indianer, einen entstellten Gitarrespieler bis hin zum im Rollstuhl sitzenden Wunderheiler (gespielt von Bill Pullman) reicht.

Gewalt, Religion und Dämonen im Wilden Westen

Wie der gesamte Film ist aber keine der Figuren aufdringlich, manche aber für den weiteren Verlauf unerheblich. So kann man die ein oder andere Figur als Pausenfüller betrachten, deren Existenz man streng genommen ganz oder teilweise aus dem Drehbuch hätte streichen können. Gleichzeitig wirkt KILLING FAITH aber weder inhaltlich noch in Minuten gerechnet (ca. 105) in die Länge gezogen und die Geschichten der Persönlichkeiten wirken wie Storys, die man sich damals womöglich am abendlichen Lagerfeuer erzählte.

killing faith (2025) - bender rettet das mädchen aus den händen des heilers

Der Schrecken der Prärie, der in allen möglichen Formen daherkommt und brutale Morde ebenso aufgreift wie grimmige Vergewaltigungen, spielt sich daher teils nur im Kopf, teils aber auch auf dem Bildschirm ab.

Zusammengehalten wird dieses Paket von den Fragen, ob das Mädchen besessen ist oder an einer Krankheit leidet sowie der Frage nach den Gesichtern des Bösen in all seinen Formen.

Fazit zu KILLING FAITH

Viele werden KILLING FAITH links liegen lassen und man mag ihm durch seine vielen Ansätze vorwerfen, dass er zu unfokussiert ist. Bringt man aber etwas Ruhe, sowie natürlich eine Offenheit für verschiedene Genres mit, gibt es einiges zu entdecken. Denn auch wenn Ned Crowley eine gewisse Unerfahrenheit anzumerken ist, hält der Film eine gute Balance zwischen den Genres, Zeigen und Hörensagen, sowie Figuren und Plot.

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Mehr Informationen


FAQ

Ist KILLING FAITH ein Horrorwestern?

Ja, KILLING FAITH verbindet klassischen Western mit Horror-, Mystery- und Thriller-Elementen. Der Film setzt dabei auf eine düstere Atmosphäre, brutale Gewaltspitzen und übernatürliche Andeutungen.

Warum wird KILLING FAITH mit BONE TOMAHAWK verglichen?

Wie BONE TOMAHAWK verbindet auch KILLING FAITH einen ruhigen Western-Roadtrip mit plötzlicher Härte und bedrückender Stimmung. Beide Filme mischen klassische Westernbilder mit Horror-Elementen.

Lohnt sich KILLING FAITH für Fans ungewöhnlicher Horrorfilme?

Wer langsame, atmosphärische Genrefilme mag und offen für ungewöhnliche Mischungen aus Western, Horror und Mystery ist, dürfte an KILLING FAITH Gefallen finden.

 

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