Künstliche Intelligenz ist mittlerweile in unserem Leben angekommen: ChatGPT, Claude oder Gemini versuchen, uns den Alltag zu vereinfachen, ob wir wollen oder nicht. Immerhin kommt man bei einer Googlesuche mittlerweile kaum noch an den KI-generierten Antwortvorschlägen vorbei. Es ist also kein Wunder, dass es bereits Horrorfilme mit der Thematik gibt, und MARGAUX behandelt genau diese. Ein Smart-Home entwickelt ein gefährliches Eigenleben. Auf einer ganz ähnlichen Idee basieren bereits DEMON SEED – DES TEUFELS SAAT, TAU oder in etwas harmloserer Form SMART HOUSE.
Regisseur Steven C. Miller hat zwar bereits ein paar Filme gedreht, aber keiner hat berauschende Bewertungen auf IMDb. Das Drehbuch wurde von insgesamt drei Autoren geschrieben, was häufig kein gutes Zeichen ist. Aber werfen wir erstmal ganz unvoreingenommen einen näheren Blick auf MARGAUX.
Inhalt von MARGAUX
Eine Gruppe Collegekids feiert das Ende des Semesters und fährt dazu in ein abgelegenes Luxushaus. Dieses Haus hat seine eigene künstliche Intelligenz namens Margaux, die der Gruppe zunächst jeden Wunsch erfüllt, sich etwas später aber als mordlustige Gefahr entpuppt, die Kontrolle über das gesamte Haus hat.
Resümee zu MARGAUX
Die erste Szene ist gut umgesetzt und weckt das Interesse an der Handlung: Ein Pärchen verbringt einen Abend in dem Luxushaus und schon bald lässt die KI erste Knochen brechen. Der Mann wird von Lochlyn Munro gespielt, den einige aus SCARY MOVIE oder auch FREDDY VS. JASON kennen dürften. Nachdem das erste Blut geflossen ist und das Publikum weiß, dass es sich bei Margaux nicht um eine hilfsbereite Assistentin handelt, passiert erstmal eine ganze Weile nichts.
Die Gruppe Collegekids wird vorgestellt, zumindest mehr oder weniger, denn mehr als sehr grobe Charaktereigenschaften wird ihnen nicht zugestanden. Aber gut, sie sollen ohnehin nur als Futter für das blutgierige Haus dienen, da brauchen sie nicht viel Tiefe. Allerdings sind einige aus der Clique so klischeehaft, dass es beinahe schmerzt. Clay beispielsweise, der von Richard Harmon (FINAL DESTINATION 6: BLOODLINES) gespielt wird, ist der Kiffer. Und deswegen hat so gut wie jeder Satz aus seinem Mund etwas mit Kiffen oder Gras zu tun. Beinahe ist man erleichtert, wenn er endlich erledigt ist.
Die Handlung von MARGAUX fängt vielversprechend an, kann dieses Versprechen aber nicht halten. Es zieht sich, bis die KI endlich anfängt, der Clique gefährlich zu werden, und bis dahin gibt es eine Menge flacher Dialoge, die weder witzig noch unterhaltsam sind. Das Level an Unterhaltung steigt zwar an, sobald die Ersten verschwinden, denn die Kills sind zum Teil kreativ, aber wirklich überzeugen kann die Geschichte trotzdem nicht. Beispielsweise wird nicht auf den Hintergrund von Margaux eingegangen, denn irgendwer muss sie eines Tages programmiert haben. Völlig offen ist also auch, ob sie als bösartig programmiert wurde oder ob sie sich von allein in diese Richtung entwickelt hat. Zumindest eine lieblose Erklärung hätte sich das Team der drei Drehbuchautoren ausdenken können.
Die fehlende Erklärung passt aber zu den ab und zu vollkommen sinnlosen Handlungen der Collegekids und der Auflösung, weshalb die künstliche Intelligenz tut, was sie tut.
Der Streifen greift auf CGI zurück, was auch Sinn macht. Allerdings ist die Ausführung nicht immer glaubwürdig. Beispielsweise gibt es in dem Haus Greifarme, die aus unersichtlichen Gründen tierähnliche Geräusche von sich geben, und die sehen leider nicht sehr überzeugend aus und wirken immer wie Fremdkörper in der Szene. Davon abgesehen sieht das Set gut aus und auch der Raum mit Margaux’ Hardware kann sich sehen lassen. Ein Bildschirm mit durchlaufenden Einsen und Nullen fehlt natürlich auch nicht.
Fazit zu MARGAUX
MARGAUX ist ein Film, der die Chance hatte, sehenswert zu werden, denn die Grundidee ist interessant, wenn auch nicht komplett neu. Aber die extrem lieblosen Charaktere und die zum Teil hanebüchene Handlung machen es schwer, sich unterhalten zu fühlen. Es gibt ein paar sehenswerte Kills, aber dafür kann man sich auch einen allgemein besseren Film anschauen. Wer an der Smarthome-Thematik interessiert ist, könnte beispielsweise auch CASSANDRA schauen.
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FAQ
Wer ist die namensgebende Figur in MARGAUX?
Margaux ist eine künstliche Intelligenz, die das luxuriöse Smart Home steuert und seine Bewohner überwacht.
Ist MARGAUX ein guter Horrorfilm?
MARGAUX hat ein paar spannende Ideen und einen vielversprechenden Start, kann aber in der Umsetzung letztendlich nicht überzeugen.
Ist MARGAUX brutal?
Es gibt ein paar brutale Szenen zu sehen, allerdings wird die Gewalt oftmals deutlich entschärft, indem keine echten Menschen zu Schaden kommen.










