In den letzten Jahren erschienen immer wieder Filme, die normale Menschen in eine oft futuristische Szenerie versetzten, wo diese nicht nur um ihr Leben kämpfen mussten, sondern auf Anweisung einer höheren Macht agierten, die sie zwingt sich gegenseitig aus dem Rennen zu nehmen.
Zu Werken wie DER KREIS, INCITE MILL oder auch CUBE gesellt sich nun DAS BELKO EXPERIMENT, der aber in einer deutlich weltlicheren Umgebung stattfindet, nämlich einem auf den ersten Blick gewöhnlichen Bürogebäude.
Die Handlung von DAS BELKO EXPERIMENT
Das befindet sich allerdings in Kolumbien und darin befinden sich sowohl einheimische als auch amerikanische Kollegen. Eines Tages werden die Kolumbianer nach Hause geschickt, während das US-Personal zurückbleibt. Türen und Fenster werden verschlossen und die 76 Menschen werden per Lautsprecher aufgefordert, zwei von ihnen zu töten oder es drohen schlimmere Konsequenzen.
Natürlich hält man das zunächst für einen makabren Scherz, doch als einigen nach Ablauf eines Ultimatums der Schädel explodiert, verstehen die Überlebenden nicht nur, dass der implantierte Chip, der vermeintlich zur Ortung bei Entführungen schützen soll, noch eine andere Funktion hat, sondern auch, dass die Lage ernst ist.
Da die Mitarbeiter in DAS BELKO EXPERIMENT selbst entscheiden müssen wer „geht“, entstehen natürlich schnell Konflikte, Grüppchenbildung und unterschiedliche Überlebensstrategien. Die einen verstecken sich, andere üben sich in Vernunft, wieder andere sammeln alle verfügbaren Waffen und blanke Panik ist natürlich auch eine Option.
Das lässt den Zuschauer nicht nur darüber nachdenken, wie er sich wohl selbst verhalten würde, sondern auch welchen der eigenen Kollegen aus dem Großraumbüro man gerne wegballern würde, falls man dazu gezwungen würde.
All das kennt man freilich aus vergleichbaren Filmen, hier ist aber zum einen ein verdammt hoher Bodycount zu erwähnen, der in den Händen von den Spezialisten Greg McLean (WOLF CREEK, JUNGLE) und James Gunn (DAWN OF THE DEAD, SLITHER) in guten Händen ist (am Ende ist ziemlich jede Ecke des Hochhauses voll mit Blut, Hirn und Knochensplittern).
Büro ist Krieg
Regisseur McLean gelingt es aber auch die Vielzahl von Menschen gut in Szene zu setzen. Auch wenn einige natürlich kaum mehr als Statisten sind, haben doch 15-20 Personen einen hohen Wiedererkennungswert.
Zusätzlich erinnert das Gezeigte an einen ganz normalen Stellenabbau. Da werden erst mal alle die mit Kindern verschont, Senioren werden hingegen in den „Vorruhestand“ versetzt und wer hat die Pistole, die das eigene Leben schützt? Na klar, der Boss und seine Speichellecker.
Glücklicherweise verzichtet DAS BELKO EXPERIMENT aber diese Analogien allzu plattzutreten und auch die Kills wirken nicht künstlich überzogen und betont kreativ, sondern hart und roh.
Fazit zu DAS BELKO EXPERIMENT
Kritisch mag man anmerken dass bei all den Toten (Spoiler: kaum jemand überlebt) in DAS BELKO EXPERIMENT eine gewisse Wiederholung auftritt und es bleibt wenig Zeit alle Protagonisten im Detail vorzustellen, wie auch die Hintergründe dieses morbiden Experiments kaum beleuchtet werden.
Unterm Strich bleibt DAS BELKO EXPERIMENT aber ein blutiger, kurzweiliger Survivalkracher oder wie Stromberg einst sagte: Büro ist Krieg!
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FAQ
Ist DAS BELKO EXPERIMENT ein Horrorfilm oder ein Thriller?
Der Film verbindet Survival-Thriller mit Horror-Elementen. Im Mittelpunkt stehen moralische Entscheidungen, extremer Gewalt und der Überlebenskampf der eingeschlossenen Büroangestellten.
Wer steckt hinter dem Experiment in DAS BELKO EXPERIMENT?
Der Film gibt zunächst kaum Antworten und hält die Identität der Verantwortlichen lange geheim. Der Fokus liegt bewusst stärker auf dem Verhalten der Teilnehmer als auf der Organisation hinter dem Experiment.
Wie brutal ist DAS BELKO EXPERIMENT?
Sehr brutal. Der Film zeigt zahlreiche blutige Tötungen und einen hohen Bodycount. Die Gewaltdarstellung ist direkt, hart und zählt zu den auffälligsten Merkmalen des Films.










