Heute reisen wir mit dem Film THE DARKEST HOUR etwas in die Vergangenheit, genauer gesagt ins Jahr 2011. Der Streifen ist vor allem von eher unerfahrenen Leuten geschaffen und versucht, eine neue Perspektive auf das Genre der Alien-Invasion zu schaffen.
Einige Leute dürften den Schauspieler Max Minghella wiedererkennen, der später in SAW: SPIRAL und der Serie THE HANDMAID’S TALE zu sehen war. Der Rest der Besetzung ist auch weiterhin fleißig gewesen, aber die großen Rollen mit Wiedererkennungswert sind ausgelieben. Aber werfen wir nun einen näheren Blick auf THE DARKEST HOUR.

Inhalt von THE DARKEST HOUR
Fünf junge Menschen geraten in Moskau mitten in eine Alien-Invasion. Die Außerirdischen machen mit der Erdbevölkerung kurzen Prozess und die fünf überleben nur, weil sie sich verstecken. Bei dem Versuch, andere Überlebende zu finden, bewegen sie sich ständig in großer Gefahr und es bleibt fraglich, ob es eine Möglichkeit gibt, sich gegen die fremde Macht zu wehren.
Resümee zu THE DARKEST HOUR
Bei der Bewertung des Films sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass es sich nicht um ein aktuelles Werk handelt, sondern THE DARKEST HOUR bereits knappe 15 Jahre alt ist. Die eingesetzten Spezialeffekte sind allerdings zum Teil auch für dieses Alter nicht gut gelungen, was sicherlich Budgetgründe hatte. Auch die Vorstellung, dass Leute aus Spaß in die russische Hauptstadt reisen, ist aus heutiger Perspektive befremdlich. Allerdings hatte einer der Produzenten eine Filmproduktionsfirma in Russland und daher macht der Schauplatz Sinn.
Die Idee, dass die Aliens nicht mit physischen Körpern und Laserpistolen durch die Menschheit metzeln, sondern oft unsichtbar sind und mit Elektrizität töten, ist recht originell. Der Anfang von THE DARKEST HOUR ist spannend umgesetzt, wenn die Leute verängstigt durch die dunklen Straßen hetzen und versuchen, dem Angriff zu entgehen. Allerdings geht diese anfängliche Spannung schnell verloren, wenn sich sehr oft wiederholt, dass die Gruppe durch Moskau schleicht und versucht, den Aliens zu entkommen. Dadurch nutzt sich die eigentlich originelle Idee leider etwas ab, zumal die Angriffe der Außerirdischen nicht immer konsequent gleich bleiben und das für etwas Verwirrung beim Publikum sorgen kann.

Die Handlung an sich ist unterhaltsam genug. Der Anfang ist relativ kurz gehalten und man lernt die Personen nicht sonderlich gut kennen. Über die Männer weiß man quasi nur, dass sie an einer App (aus der Zeit gefallen für Blackberry) arbeiten, und die beiden Frauen sind anscheinend nur zum Feiern nach Moskau gereist. Auch im weiteren Verlauf lernen wir nicht wirklich viel über die Truppe und so ist es nicht weiter dramatisch, dass die ein oder andere Person noch zum Opfer der Aliens wird. Überraschenderweise werden diese Momente aber auch in THE DARKEST HOUR nicht besonders dramatisch dargestellt, nur die Musik ist für ein paar Momente etwas emotionaler. Es scheint fast, als hätten auch die Drehbuchautoren es nicht geschafft, eine Beziehung zu den Protagonist*innen aufzubauen, und die Tode deswegen nicht sonderlich schlimm finden.
Zusammengefasst hat THE DARKEST HOUR eine interessante Grundidee und hat in der Tat einen etwas anderen Ansatz als andere Alien-Invasions-Streifen. Allerdings reicht eine gute Idee nicht aus, um die Spannung die gesamte Laufzeit zu halten. Der Film wirkt etwas aus der Zeit gefallen, was aber bei einem Alter von 15 Jahren wenig verwundert. Wer Lust auf einen etwas unkonventionellen Angriff von Außerirdischen hat, kann THE DARKEST HOUR eine Chance geben. Wer mehr Action und Spannung sucht, wählt lieber einen anderen Film.











