Review: ABIGAIL (2024)

abigail rezension
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 8.0

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8/10 (2)

Darsteller: Melissa Barrera, Dan Stevens, Alisha Weir
Regie: Matt Bettinelli-Olpin, Tyler Gillett
Drehbuch: Stephen Shields, Guy Busick
Länge: 109 min
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Veröffentlichung: 18. April 2024 (Kino); 25. Juli 2024 (Heimkino)
Verleih/ Vertrieb: Universal
FSK: ab 16

Die schlechte Nachricht zuerst: ABIGAIL ist ein Film, über den du besser wenig weißt.
Das schließt mit ein, dass du den Trailer nicht siehst und auch bei dieser Filmkritik vorsichtig bist. Wir werden aber vor Spoilern warnen.

Die gute Nachricht: selbst wenn du schon weißt, was es mit Entführungsopfer Abigail auf sich hat, tut das dem Spaß keinen Abbruch

Wovon handelt ABIGAIL?

Eine sechsköpfige Verbrecherbande dringt in ein Haus ein und entführt ein kleines Mädchen. Sie wird in eine Villa gebracht, wo die Entführer dem Auftraggeber begegnen und wo sie bleiben soll, bis ihr Vater 50 Millionen Dollar bezahlt.
Doch dann finden die Entführer zuerst heraus, wer der Vater der Kleinen ist…und dann finden sie heraus, wer die Kleine ist.

abigail barrera

Abigail wandelt zwischen Tradition und Moderne

Der Film stammt nicht nur vom Regie-Duo Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett, die SCREAM 5 und SCREAM 6, sowie READY OR NOT? drehten, auch die Schauspielriege kann sich sehen lassen.

Mit
– Dan Stevens (THE RENTAL, THE GUEST)
– Melissa Barrera (SCREAM 5 / 6, BED REST)
– Kevin Durand (LEGION, THE STRAIN)
– Kathryn Newton (LISA FRANKENSTEIN, FREAKY) und
Giancarlo Esposito (BREAKING BAD)
ist der Film prominent besetzt und auch wenn die Qualität der Darsteller auseinandergeht  (Barrera und Durand sind keine große Mimin, aber Dan Stevens gehört seit Jahren zu den unterbewerteten Schauspielern), sollten schon die Namen neugierig machen.

Was aber natürlich wichtiger ist, ist die Geschichte und hier kommen wir in den SPOILER-Bereich.
Dass das vermeintlich harmlose Mädchen ein Vampir ist, erinnert an DEMON GIRL, wo ebenfalls ein Opfer zum übernatürlichen Problem für die Täter wird. Gleichzeitig weist das Katz- und Mausspiel im Herrenhaus von ABIGAIL Parallelen zu READY OR NOT? auf.
Da Abigail Ballett mag, entsteht natürlich auch eine Parallele zu LIVID.

Abigail review

Der Teufel trägt Tutu

Eigentlich ließe sich festhalten, dass ABIGAIL ohnehin nicht viel Neues zu bieten hat, die Vampir-Ballerina-Connection verliert sich aber rasch wieder, DEMON GIRL ist recht unbekannt und dass ein anderer Film der gleichen Regisseure eine gewisse Ähnlichkeit aufweist, ist zu verzeihen, zumal ABIGAIL viel Spaß macht.
Das ist wörtlich zu nehmen, denn immer wieder wird gezielt Humor platziert.

Das Setting in der alten Villa wirkt dank einer straffen Inszenierung kein bisschen altmodisch, erinnert aber dennoch an manchen Gruselklassiker, sodass man hier und da das Rasierwasser von Vincent Price in der Nase hat. Eine Anspielung auf Agatha Christies Roman AND THEN THERE WERE NONE (der in Deutschland unter 10 KLEINE NEGERLEIN bekannt wurde), kommt ebenfalls nicht von ungefähr, denn rasch verlieren die Verbrecher die Oberhand und werden dezimiert.

abigail filmkritik

Das geschieht mit Tempo und vor allem viel Blut.
Der Streifen verfügt über zahlreiche Momente der Gewalt und des Splatters, trägt diese aber so unterhaltsam vor, dass man hin- nicht wegsehen möchte und ist auch noch gut getrickst.

Mit deutlich über 100 Minuten Laufzeit ist der Film vielleicht ein Tick zu lang geworden, bzw. 1-2 Wendungen in den Schlussminuten hätte man guten Gewissens sparen können, das ändert aber nichts daran, dass hier knackig-saftiges Entertainment geboten wird.

Fazit zu ABIGAIL

Vielleicht wird der Steifen keinen Pokal für den innovativsten Film gewinnen, es ist aber ein Film, der für viele ein kleinster gemeinsamer Nenner sein wird. Blutig ohne Ende, ohne unangenehm zu sein; eindeutig Horrorfilm, aber es darf gelacht werden; modern in Szene gesetzt, aber in der Tradition verwurzelt.

 

Hier kannst du ABIGAIL sehen

 

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